Naturparkverein freut sich über Fördergeld und baut sein Infostellen-Netz weiter aus
Arbeit für die Artenvielfalt

Die mittlerweile 238 Mitglieder des Naturparkvereins freuen sich über 178 000 Euro Förderung für den Nördlichen Oberpfälzer Wald. Zur Hälfte stammt das Geld vom Europäische Ausrichtungs- und Garantiefond für die Landwirtschaft (EAGFL). Daneben trug vor allem der Naturparkfonds des Freistaates zur Gesamtsumme bei, teilte die Naturpark-Verwaltung mit.

Bäume erhalten

Rund 103 000 Euro fließen in Artenhilfsmaßnahmen und Pflegekonzepte im Bereich des Landkreises und der Stadt Weiden. Dazu kommen Kartierungen, Biodiversitätsprojekte und anderes. Ziel ist es, ausreichend große und viele Lebensräume für bedrohte Arten zu sichern und zu vernetzen. Der Naturpark arbeitet dabei mit der Landwirtschaft zusammen.

Biologin Mathilde Müllner legt zudem Wert auf die Erhaltung von Naturdenkmälern wie markanten Einzelbäumen und Alleen. So konnten beispielhaft die Linde in Ragenwies oder die Lindengruppe am Rastenhof an der Trasse der historischen Goldenen Straße erhalten werden. Die Neuanlage und Ergänzung von Streuobstbeständen in Tännesberg bildet einen weiteren Baustein.

Um den Tourismus mit attraktiven Angeboten zu unterstützen, wurden weitere 75 000 Euro Fördergeld in den Bereich Freizeit und Erholung investiert. Davon profitierte zum einen die Sicherheit auf dem Kreuzberg in Pleystein. So erneuerte die Kommune den Treppenaufgang zum Aussichtspunkt. Die Einrichtung von festen Naturparkinfostellen im ehemaligen Landrichtergebäude in Parkstein und in der Wander- und Raststation "Hexenhäusl" bei Eschenbach wurden mit 31 000 Euro unterstützt. Mit den Schlossanlagen in Burgtreswitz, Vohenstrauß und Neustadt sowie dem neuen Rathaus in Weiherhammer verfügt der Naturpark mittlerweile über sechs feste Anlaufstellen.

Eine weitere Lücke wird im Frühjahr nächsten Jahres mit der Wieskapelle im Klosterdorf Speinshart geschlossen. Daneben erhielten weitere 95 Klein- und Kleinstmaßnahmen, verteilt auf die gesamte Region, Hilfen.

Wanderkarte für Moosbach

2015 sind 308 000 Euro für Landschaftspflege- und Erholungsmaßnahmen vorgesehen, davon allein 187 000 Euro für die Förderung der Artenvielfalt. Schwerpunkte bilden die Generalsanierung der Außenanlagen auf dem Schellenberg sowie die Erneuerung des Geländers am Kreuzbergweg in Pleystein. Mit rund 50 000 Euro werden hier an der Trasse des Goldsteigs und des Glasschleifererwegs touristische Akzente gesetzt. Das gilt auch für eine neue Wanderkarte samt Infobroschüre für den Raum Moosbach.

Indes wird der Verwaltungs- und Koordinierungsaufwand für das Naturparkteam immer langwieriger und aufwendiger. "Besonders die fachlich notwendige Abstimmung mit Naturschutzbehörden und Prüforganen verlangt oftmals eine sensible Handhabung", weiß Naturpark-Geschäftsführer Martin Koppmann. Doch sein Chef ist zufrieden: "Es sind ganz einfach wertvolle Investitionen für unsere Heimat im Herzen Europas", würdigt Landrat Andreas Meier die Arbeit.
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