Neustadt klarer Außenseiter

In der Offensive verließen sich die Neustädter Basketballer oftmals auf ihren besten Werfer Tobias Merkl (am Ball). Wollen sie aber gegen den bärenstarken Tabellenzweiten aus Jena bestehen, ist Teamwork gefragt. Bild: af

Eine harte Pressverteidigung gepaart mit Offensivstärke, Erfahrung und dem Heimvorteil. Es gibt viele Gründe, warum Science City Jena II am Samstag gegen die Neustädter Basketballer favorisiert ist. Dennoch will die DJK gegen den Tabellenzweiten möglichst mithalten.

Zum Saisonstart hatte es für die Saalestädter mit zwei Niederlagen zunächst nicht gut ausgesehen. Nach der hauchdünnen 97:99-Pleite gegen Tabellenführer BBC Coburg und einem ebenso knappen 87:90-Ausrutscher gegen den Fünften TTL Bamberg waren die Thüringer aber in der Folge durch die 2. Regionalliga Nord gepflügt.

Jena nicht zu schlagen

Zumeist mit Kantersiegen arbeitete sich die Jenaer Zweitliga-Reserve in der Tabelle nach oben. Mittlerweile ist das Team von Trainer Farsin Hamzei nach einer Siegesserie von sechs Spielen in Folge mit Regnitztal der einzige verbliebene Quasi-Konkurrent des Coburger Ausnahmeteams.

"Natürlich freue ich mich riesig über die Siege der Jungs, die von Woche zu Woche immer besser harmonieren und ihr Potenzial abrufen", sagte der Jena-Trainer nach dem Erfolg im Verfolgerduell gegen Regnitztal. Dennoch - fährt Hamzei fort - sei dies "noch kein Grund, um sich auf dieser erfolgreichen Serie auszuruhen. "Gerade in dieser Phase gilt es konsequent weiterzuarbeiten." Dies klingt fast wie eine Warnung an die Liga. Eine unnötige, denn DJK-Coach Uwe Glaser hatte bereits nach dem Erfolg am vergangenen Samstag gegen den BC Dresden gewarnt.

Die Fahrlässigkeit, mit der Glasers Spieler trotz des Heimsieges gegen die Sachsen über Strecken die Intensität vermissen ließen, wäre am Samstag auswärts fatal. Obwohl "nur" das Ausbildungsteam für die Profimannschaft, zeigte der Thüringer Nachwuchs bereits eine bemerkenswerte Routine. Zudem ist der Kader wegen seiner Ausgeglichenheit schwer auszurechnen. Den ersten Jenaer findet man in der Scorerliste auf Platz 22. Doch wie nämlicher Richard Rietschel (im Schnitt 13,8 Punkte) markieren sieben weitere Spieler 9 oder mehr Punkte pro Partie.

Neben der Konzentration, die Glaser von seinen Spielern fordert, muss auch dies etwas sein, das der Aufsteiger vom Tabellenzweiten abgucken sollte: Denn es ist wichtig, DJK-Topscorer Tobias Merkl (21,7 Punkte pro Partie) beim Punkten zu entlasten. Nur mit einer Teamleistung, die sich auf alle Schultern verteilt, kann der Tabellenneunte in Jena bestehen.
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