Neustadt leuchtet

Gastgeber Karl Wildenauer (rechts) dirigierte seine Instrumentalisten und die Helfer bei den Vorbereitungen des Christkindlmarkts der Musikschule souverän. Bilder: bgm (3)

"Ich freu mich alle Jahre auf diesen Termin", sagte Bürgermeister Rupert Troppmann, am Samstagabend auf dem Stadtplatz,kurz bevor er mit Kindern die Lichterketten des Christbaums am Stadtplatz leuchten ließ. Mit seiner Vorfreude war der Rathauschef nicht allein.

Den Weihnachtsmarkt der Musikschule hatten zahllose Helfer viele Stunden lang vorbereitet, um heimelige Adventsstimmung in die gute Stube der Kreisstadt zu zaubern. Die Stadtkapelle mit Dirigent Karl Wildenauer und das Volksmusikduo Jürgen Eckert und Ramona Gleißner sorgten für weihnachtliche Begleitmusik.

"Kunst, Klang und Krempel" war das Motto des Flohmarkts von Maria Bräutigam-Herzner und Lydia Bodensteiner-Fuhrich. Über drei Stunden hatten sie aufgebaut, um "echte Flohmarkt-Atmosphäre" zu schaffen, mit "Kisten zum Wühlen und Stöbern", wie Bräutigam-Herzner erzählt.

Neben Büchern, Gläsern und Vasen war viel Weihnachtsdekoration im Sortiment. "Es kommt so richtig Weihnachtsstimmung auf", sagte Bräutigam-Herzner mit Blick auf die winterlichen Temperaturen und den in warmen Gelbtönen erleuchteten Stadtplatz. Pünktlich um halb sechs hatte Bürgermeister Troppmann mit seinen jungen Helfern das Lichterspektakel in Szene gesetzt.

"Auf drei, zwei, eins" gingen die Lämpchen an der Blautanne von Familie Bauer aus der Schlesierstraße an. Gleich darauf zauberten die Kinder mit dem Bürgermeister noch einmal und die Lichterketten entlang des Stadtplatzes blinkten.

Erstmals störten am Sonntag keine Autos die beschauliche Weihnachtsstimmung. Der Stadtplatz war für den Durchgangsverkehr gesperrt. Vronita Grünauer stellte im Durchgang des Neuen Schlosses ihre Krippensammlung aus. Seit 15 Jahren schnitzt die Döltscherin. "Ich möchte jedes Jahr eine Krippe machen", sagt sie über ihr Hobby. Sogar die Figuren fertigt sie größtenteils selbst und kleidet sie mit Stoffen auch selbst ein. So entstanden im Laufe der Jahre Krippen verschiedenster Stilrichtungen. Darunter auch eine Kinderkrippe mit etwas robusteren Figuren, so dass diese auch ein "Krippenspiel" überstehen.

Viel Post fürs Christkind

Beim Christkind-Postamt herrschte reger Betrieb. Auf mindestens 100 Briefe schätzt Elisa Bock die Zahl der Wunschzettel. "Wer noch nicht schreiben kann, kann auch malen", hatte sie zuvor alle Augen zugedrückt.

Höhepunkt war der Besuch des Nikolaus' alias Franz-Josef Baeck. Mit 26 Engeln und Zwergen schritt der heilige Bischof die Freitreppe vom Alten Schloss herab, umrundete zweimal mit seinem Gefolge den Weihnachtsbaum, um dann aus seinem goldenen Buch zu lesen: "Dort brüht man Würst, hier gibt es Stollen. Lose gab's und schöne Preise, feine, darunter eine Menge Gutscheine." Auch Christkind Bianca Gleißner aus Botzersreuth sprach zu den Kindern, die den Moment, als der Nikolaus endlich die heiß ersehnten Päckchen verteilte, kaum erwarten konnten.

Punsch, Bratwürste, Schokoäpfel, Stollen oder Plätzchen - das reichhaltige Angebot fand viele Abnehmer. Auf rund 100 Portionen Schoppala mit Kraut, schätzt Lydia Bodensteiner-Fuhrich die Verkaufszahlen. Dicht umringt waren die Feuerkörbe, an denen Buben und Mädchen Stockbrot bräunten. Fast alle Adventskränze und Gestecke fanden ebenfalls Abnehmer.

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Weihnachtsmärkte aus der Region im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/weihnachtsmarkt
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