Neustadts Basketballer unterliegen im Spitzenspiel in Schweinfurt klar mit 72:85
Nur körperlich anwesend

Diese Niederlage gibt zu denken. Eigentlich wollten die Neustädter Basketballer mit einem Erfolg beim Tabellenzweiten DJK Schweinfurt diesen in der Bayernliga-Tabelle überholen. Mit einer schwachen ersten Halbzeit verbaute sich das Team jedoch die Chance darauf. Die Gastgeber stoppten jedoch die vergebliche Aufholjagd im Stile einer Klasse-Mannschaft und siegten verdient mit 85:72 (50:31).

"Wir haben das Spiel schlicht und ergreifend verschlafen", kritisierte ein sichtlich frustrierter Neustädter Coach. "Schweinfurt hat vor allem in der ersten Hälfte sehr gut und druckvoll gespielt, wohingegen wir auf dem Spielfeld praktisch nur körperlich anwesend waren." Die Unterfranken überrannten die Gäste. Der Ball lief gut und allen voran Topscorer Fabian Hockgeiger (25 Punkte) verwertete die Würfe hochprozentig. Auch in der Verteidigung ließ die Heimmannschaft unter dem eigenen Korb wenig zu. So erspielte sich der Tabellenzweite zur Pause eine verdiente 19-Punkte-Führung.

Aufgeholt und doch verloren

Was folgte, hat jeder Basketballer schon selbst erlebt: Nach der Pause änderten sich die Kräfteverhältnisse komplett. Neustadt spielte intensiver und verkürzte mit einer kämpferischen Teamleistung kontinuierlich gegen unverändert stark spielende Schweinfurter. Vor allem mit dem Wechsel zwischen Zonenverteidigung und Pressing brachte der Tabellendritte Unruhe in den Spielaufbau der Franken.

Bis auf zwei Punkte schmolz der Rückstand Neustadts im Schlussviertel, das Team war wieder in Schlagdistanz. Dann kam es, wie es kommen musste: Das kräfteraubende Spiel forderte seinen Tribut. Während die DJK sich einige dumme Ballverluste leistete, machte der Gastgeber die Big-Points. Drei Dreier (von insgesamt sieben) in kurzer Folge brachte Schweinfurt wieder klar in Front. Neustadt konnte - zumal ohne den verletzten Schlüsselspieler Tobias Merkl und Daniel Wunderlich, der in solchen Phasen ebenfalls Akzente setzen kann - nicht mehr zusetzen.

"Den Ausfall des Topscorers können halt die wenigsten Teams wirklich kompensieren", meinte ein nachdenklicher Glaser. "Allerdings treffen wir gerade in entscheidenden Situationen häufig keine guten Entscheidungen, was uns daran hindert eine solche Aufholjagd mit einer echten Wende im Spiel zu belohnen." Vor dem Derby gegen die wiedererstarkten Coocoons Weiden, in das Neustadt nun als Außenseiter geht, wachsen aber die Sorgen.
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