Neustädter Basketballer feiern 71:70-Auswärtssieg
Meissner versetzt Gotha den Todesstoß

Jonas Meissner (hier im Spiel gegen Chemnitz) sorgte mit einem Dreier mit der Schlusssirene für den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg der DJK Basketballer bei den Oettinger Rockets Gotha. Bild: G. Büttner
Die Schlusssirene ertönt. Die DJK Neustadt liegt bei den Oettinger Rockets Gotha II mit 68:70 zurück. Doch der Ball ist noch in der Luft. Jonas Meissner hatte in letzter Sekunde abgedrückt. Zum Entsetzen der Gotha-Fans fällt der Ball zum Dreier in den Korb: Neustadt hat die umkämpfte Begegnung doch noch mit 71:70 gewonnen.

Jonas Meissner ist der Mann des Spiels. Der DJK-Center sichert mit seinem Last-Minute-Treffer am Samstag den ersten Auswärtssieg Neustadts in der Regionalliga. Dabei resultiert der Schlussspurt mit dem Buzzer-Beater aus einer Energieleistung des kompletten Teams. "Wir waren 30 Sekunden vor Ende mit sechs Punkten hinten, dann traf Adrian (Saro) trotz Foul", erzählt Captain Stefan Merkl von der hektischen Phase. Saro verwandelt den zusätzlichen Freiwurf nicht. Dafür ergattert Tobias Merkl sofort den Ball, wird gefoult und trifft beide Freiwürfe.

Dauerdruck der DJK

Mit zwei Punkten Rückstand und nur noch 17 Sekunden auf der Uhr verteidigt die DJK nun Mann gegen Mann über das gesamte Feld. Dem Druck war Gotha, das auf der Aufbauposition Schwächen zeigt, nicht gewachsen. Ondrey Stych gelingt schließlich 10 Sekunden vor Schluss der entscheidende Ballgewinn. Topscorer Tobias Merkl (23 Punkte) bekommt den Ball und zieht in die Zone. Alle Gotha-Verteidiger stürzen sich auf ihn, doch er kann den Ball noch an den freistehenden Meissner auf den linken Flügel abgeben. Und der zieht ab. Danach brechen bei den jubelnden Neustädtern alle Dämme.

"Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die auch bei sechs Punkten Rückstand nicht aufgegeben hat und dann durch dieses filmreife Finish gewonnen hat", lobt Uwe Glaser. Der DJK-Coach ist mit dem zweiten Sieg in Folge und dem Sprung vom zwölften - und letzten - Tabellenplatz auf den siebten Rang sichtlich zufrieden, hätte sich aber etwas weniger Spannung gewünscht.

Unmögliche Würfe

"Allerdings hätten wir es überhaupt nicht so weit kommen lassen müssen, dass das Spiel mit dem letzten Wurf entschieden wird, denn wir haben wirklich fahrlässig viele Chancen liegen lassen und in den unmöglichsten Situation versucht abzuschließen", so Glaser. "Deshalb sind wir fast während der gesamten Partie einem Rückstand hinterhergelaufen."

"Gothahat zwei gute Schützen und sehr starke Leute unter dem Korb. Aber sie kamen letztlich mit unserem Druck gegen den Ball nicht zurecht", resümiert Captain Merkl. Zu Ende des dritten Viertels gleicht die DJK schließlich zum 54:54 aus. Danach wechselt im kampfbetonten, hochspannenden Spiel vor lautstarken Fans ständig die Führung - bis Neustadt zum Endspurt ansetzte.

DJK: T. Merkl (23 Punkte/3 Fouls), Saro (12/2), Meißner (11/4), Ponfick (9/2), Stych (8/4), Perschnick (7/1), C. Sailer (1/1), S. Merkl (0/3)
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