Neustädter Basketballer unterliegen Neumarkt mit 56:76
Katerstimmung nach Derbypleite

Obwohl er sich gegen Nürnberg vor zwei Wochen am Knöchel verletzte, lief Tobias Merkl auf. Doch auch der Schlüsselspieler der DJK Neustadt konnte die Niederlage gegen die Neumarkt Baskets nicht abwenden. Bild: af
Die Begegnung gegen die Neumarkt Baskets galt für die Neustädter Regio-Basketballer als richtungweisend. Das war sie auch. Doch die Richtung, die das Spiel am Samstag nun aufzeigt, kann der DJK nicht gefallen. Bei der klaren 56:76 (24:40)-Niederlage beim bis dahin ebenfalls sieglosen Oberpfälzer Rivalen konnte der Aufsteiger den Tabellenzehnten über die gesamte Partie nicht in Verlegenheit bringen.

"Es war ein schlechtes Spiel. Unsere Leistung war sehr enttäuschend", machte Neustadts Coach Uwe Glaser anschließend auch keinen Hehl aus seiner Frustration. Lediglich im dritten Viertel, das Neustadt mit 18:17 gewann, lief es etwas besser für den Tabellenletzten gegen einen durchaus schlagbaren Gegner.

Offensive zu schwach

Doch mit der Leistung an diesem Nachmittag waren die solide spielenden Gastgeber nicht zu bezwingen. Besonders vorne hakt es bei der DJK. "Die Automatismen sitzen noch nicht, deshalb kommen wir offensiv überhaupt nicht ins Spiel", machte Glaser die Ursache für die Niederlage aus und stellte fest: "Neumarkt war letztlich die Mannschaft, die einfach weniger Fehler gemacht hat." Zudem wird deutlich: Ein verlässlicher, kontinuierlich punktender Werfer hat sich im dezimierten DJK-Kader bislang nicht herauskristallisiert. Tobias Merkl (17 Punkte) ging nach seiner Sprunggelenksverletzung angeschlagen in die Partie und überzeugte als einer der wenigen. Adrian Saro, der gegen Tabellenführer Regnitztal noch mit 21 Punkten glänzte, kam auf lediglich neun Zähler.

Neumarkt treffsicher

Die Offensiv-Schwäche bestätigen auch die Zahlen: Zwei erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe der DJK stehen acht Treffern Neumarkts gegenüber. Fünf davon traf Peter Prowosnik (insgesamt 26 Punkte). Der starke Distanzschütze wurde von seinen Mitspielern gut freigespielt. Dies machte den Unterschied. Auch bei den Freiwürfen sprach die Quote deutlich zugunsten der Gastgeber (DJK: 41,6 Prozent, Neumarkt: 72,7 Prozent).

Zudem gibt es auch defensiv Luft nach oben: "Wir konnten die Leute nicht vor uns halten", erzählt Captain Stefan Merkl, der auf den Kampfgeist seines Teams während der Akklimatisierung in der neuen Liga baut. Doch als einzige Mannschaft ohne Punktgewinn in der Regionalliga 2 Nord ist ein Erfolgserlebnis dringend nötig, will man nicht früh in der Saison den Anschluss verlieren.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.