Notfallplan lässt Nutzung durch Vereine und Schule zu
Halle vorerst frei

Schüler, Lehrer und Vereine dürfen bis auf weiteres die Realschulturnhalle für den Sport nutzen. Es könnte aber sein, dass sich dies schnell ändert, wenn der Notfallplan der Staatsregierung in Kraft tritt und doch noch Asylbewerber hier eine winterfeste Unterkunft erhalten.

Damit kommen die Pläne zur Umschichtung des Sportbetriebs vorerst in die Schublade. Wie berichtet, hatten sich die Verantwortlichen der DJK in der vergangenen Woche zusammengesetzt, und Lösungen für die einzelnen Sparten überlegt.

Dennoch war die Vorbereitung nicht umsonst. Sollte der Notfallplan aus München in Kraft treten müssen, könne es sein, dass die Halle binnen zwei bis drei Tagen für Asylbewerber hergerichtet werden müsse, sagte Dr. Alfred Scheidler. Doch selbst wenn dies geschehe, bleibe abzuwarten, wohin die Bezirksregierung die Menschen schicke, die sie aus München zugeteilt bekomme, bemüht der Abteilungsleiter für soziale Angelegenheiten im Landratsamt mehrfach den Konjunktiv.

Die Halle ist in Regensburg als Notquartier gemeldet. Bei Bedarf könne sie dafür kurzfristig umgeräumt werden. "Die Ausstattung läuft in diesem Fall auf der Ebene des Katastrophenschutzes", berichtete Scheidler. Man habe das Kontingent an Feldbetten sogar aufgestockt, was auch dem Katastrophenschutz zugute komme. Die Einrichtung der Halle sei mit Hilfe von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk binnen 24 Stunden möglich.

Derzeit wohnen im Landkreis 383 Asylbewerber. Tendenz leicht steigend. Davon sind nach Auskunft aus dem Rathaus 32 fest in Neustadt. Scheidler: "Solange weiterhin 10 bis 20 Menschen pro Woche kommen, sind noch Kapazitäten zur dezentralen Unterbringung im Kreis vorhanden."
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