Ökostrom für städtische Abnahmestellen - Kooperation von Gemeindetag und Kubus
Bio-Bestellung im Bündel

(esc) Hundert Prozent Öko und im besten Fall noch günstiger als "normal": Neustadt setzt weiterhin auf Ökostrom. Den Beschluss dazu fasste der Stadtrat einstimmig. Schon seit Januar 2014 bezieht die Stadt für ihre Abnahmestellen den Strom der Eon Bayern. Der Vertrag endet zum 31. Dezember 2016.

Weil die Ausschreibung alle bayerischen Kommunen betrifft, hat der Bayerische Gemeindetag vorgeschlagen, diese als Bündel vorzunehmen. Um daran teilnehmen zu können, musste noch im März ein Vertrag mit der Kubus Kommunalberatung und Service GmbH abgeschlossen werden. Die Gesellschaft hatte sich in einer deutschlandweiten Ausschreibung gegen andere Anbieter durchgesetzt. "Aufgrund des derzeitigen niedrigen Energiepreises empfiehlt es sich, bereits jetzt die Ausschreibung vorzunehmen", heiß es in der Sitzungsvorlage. Hierzu waren mehrere Beschlüsse erforderlich:

Ein Vertrag mit der Firma Kubus: Mit der Bündelausschreibung sollen durch einen Wettbewerb günstigere Strompreise zustande kommen. Kubus erbringt die Leistung mit dem Bayerischen Gemeindetag.

Übertragung der Ausschreibung auf den Bayerischen Gemeindetag: Wegen der Bündelbildung ist eine Trägerschaft der einzelnen Teilnehmer nicht praktikabel. Deshalb ist der Bayerische Gemeindetag Träger.

Auswahl zwischen Normal- und Ökostrom: Aus Erfahrung von Kubus ist der Ökostrom im Vergleich zum Normalstrom bezogen auf den reinen Energiepreis um fünf bis sechs Prozent teurer. Die Bündelausschreibung von 100 Prozent Ökostrom setzt voraus, dass dieser aus erneuerbaren Energien stammen muss (Wasserkraft, Windenergie, Geothermie, Biomasse, Solarenergie, Deponie- und Klärgas).

Erfassung und Übermittlung der Abnahmestellen: Die Marktentwicklung wird bei der Ausschreibung berücksichtigt. Die Kommunen müssen dabei für eine Datenerfassung und -ergänzung sorgen. Kubus erledigt die Plausibilitätsprüfung.

Josef Arnold (CSU) wollte wissen, ob die Wohnungsbaugesellschaft in dies Stromzulieferung aufgenommen werden könne. "Das werden wir prüfen", versprach Bürgermeister Rupert Troppmann. Ob der Ökostrom denn billiger sei als der Normalstrom, wollte Zacharias Rebl (FW) wissen. Ím vergangenen Jahr sei dies der Fall gewesen, erwiderte der Rathauschef.
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