Ohrenschmaus im Gotteshaus

Die Turmbläser bewiesen ihren musikalischen Facettenreichtum von besinnlich bis beschwingt.

Langsam schritten die Kleinen des Kinderchors Regenbogen im Klang einer Trommel zum "Lichtertanz". In den Händen trugen sie Kerzen in Gläsern von links und rechts in den Altarraum, hoben sie in gut einstudierter Formation zum Herzen und zum Himmel und stellten sie schließlich auf dem Altar ab.

Festliche Stimmung machte sich bei den Zuhörern in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Georg breit. Zum Adventskonzert hatte der Männergesangverein Sängerbund eingeladen. Noch vor dem Lichtertanz des Kindergartens hatten sie den Zuhörern Georg Friedrich Händels "Des Herren Ankunft" präsentiert.

Besonders ergreifend brachten beide Chöre zusammen das Lied vom "Kleinen Trommler" zu Gehör. Chorleiter Peter Brenner hatte sichtlich Freude daran, die jüngsten und die ältesten Sänger gleichzeitig zu dirigieren. Hingebungsvoll sang auch Felix König mit den anderen Kindern den Refrain "Param-pam-pam-pam". Der Zehnjährige freut sich schon auf die Regensburger Domspatzen, zu denen er im neuen Schuljahr gehören wird.

Die Verbindung zwischen den einzelnen Darbietungen schuf Veronika Schulhauser. Sie trug Texte und Gedichte vor, erinnerte auch an den aktuellen Unfrieden in der Welt und führte auf die Weihnachtszeit hin. "Dem Himmel sei Dank" bliesen die Neustädter Turmbläser. Sie waren es auch, die in die festlich getragene Stimmung mit ihrer Interpretation von "Winterwonderland" wieder Schwung in das Konzert und die Zuschauer brachten.

Rührende Volkslieder boten die "Zupfer Moidla" Waltraud und Renate dar. Sie stimmten einen "Jodler fürs Christkind" an und versprachen, dass "Weihnachten nimma weit" ist.

Ein festliches Menuett in G von W. A. Mozart brachten die beiden Geigen und die Zither von "Kreizdaquer". Auch mit einer "Pastorale" von A. Corelli und dem Schweizer Volkslied "Schlaf wohl du Himmelsknabe du" begeisterten Michaela Gach, Monika Burkhard und Johanna Schmidt-Wohlfahrt. Mundarttöne ließ der "Waldhauser Viergesang" hören.

Mit "Im Wold is' so staad" und "Es mog ned finster wern" brachten Josef Schmid, Hans Völkl, Ferdinand Kamm und Alfons Kistenpfennig getragene Stille in das Kirchenschiff. Aufmerksam und gerührt lauschte das Publikum.

Mit zwei Stücken von Robert Stolz glänzte schließlich wieder der Sängerbund. Besonders bei dem Lied "Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit" über die Christrose brillierte der helle Tenor von Ferdinand Kamm. Gänsehaut machte sich im Publikum breit, als der Sängerbund gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Georg Ludwig van Beethovens "Hymne an die Nacht" intonierte.

Dankesworte sprach der Bass und Vorsitzende des Sängerbunds Karl Frisch an Pfarrer Josef Häring, die Mitwirkenden und die Zuschauer. Diese sangen zum Finale mit allen Akteuren den Andachtsjodler und "O du Fröhliche". Hatte sich das Publikum bisher zurückhalten müssen, was den Applaus betraf, so stand es nun auf und klatsche begeistert für die großartige Leistung.
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