Ortsgruppe der Landsmannschaft Schlesien löst sich auf
Schlesien bleibt im Herzen

Monika Krug (hinten, Zweite von rechts) führte die Landsmannschaft Schlesien seit 1984. In der Adventsfeier ehrte sie verdiente Mitstreiter und gab die Auflösung der Ortsgruppe bekannt. Bild: krb

Er war abzusehen, dass dieser Tag kommen wird. Doch dass es so plötzlich geschieht, war für viele doch überraschend. Zum Ende des Jahres löst sich die Ortsgruppe der Landsmannschaft Schlesien auf.

In der Adventsfeier am Sonntag im "Weißen Rössl" gab Vorsitzende Monika Krug diesen Entschluss bekannt. Über 60 Jahre waren die Schlesier in Neustadt aktiv. Sie haben ihr Brauchtum mitgebracht und auch Hilfen für die alte Heimat organisiert. Doch viele Mitglieder sind inzwischen gestorben.

Der Vorstand hat sich überlegt, was mit dem restlichen Geld geschehen soll, das sich noch in der Kasse befindet. Krug gab bekannt, dass eine von Max Fischer gestaltete Bronzetafel im DIN-A-3-Format finanziert wird, die am Erinnerungsstein der Vertriebenen beim Neustädter Kriegerdenkmal angebracht wird.

Auf dieser Tafel sollen neben den Donauschwaben und Sudetendeutschen auch die Landsmannschaft Schlesien für die Nachwelt verewigt werden. "Wir haben hier Spuren hinterlassen", betonte die Vorsitzende.

Beim letzten Treffen dieser Art Molasen die Mitglieder weihnachtliche Geschichten, schlesische Gedichte und Erzählungen und sangen gemeinsam Lieder.

Für 15-jährige Mitgliedschaft bekamen Marianne Höfer, Johann Höfer, Irmgard Kische und Ewald Kische Dankurkunden. Gerhard Beck ist bereits seit 20 Jahren dabei. Überrascht wurde Vorsitzende Krug, dass auch sie für 30 Jahre als Chefin der Landsmannschaft eine Ehrung aus der Hand von Ursula Koppe erhielt. Auch an Vereinswirtin Maria Walbert hatten die Schlesier gedacht. Für ihre jahrelange Unterstützung erhielt sie eine kleine Aufmerksamkeit.

Interessierten, die sich weiterhin treffen möchten, unterbreitete der Vorsitzende der Weidener Landsmannschaft, Lothar Fischer, einen Vorschlag: Jeden zweiten Montag im Monat treffen sich die Weidner Schlesier im Maria-Seltmann-Haus. Dabei sind auch die Neustädter willkommen.
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