OWV verjüngt sich

Neben den Berichten standen vor allem Menschen, die bereits lange zum Verein gehören und die Verantwortung übernehmen, im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung beim OWV. Vorne, von links: Gerhard Meier, Hans Völkl, Mathias Brewitzer, Adolf Höpfl, Vorsitzender Rudolf Bäumler, Bernhard Knauer und Sonja Völkl. Bild: arw

Dem OWV ist es gelungen, zwei jungen Männern Verantwortung zu übertragen. Sowohl als Vize von Vorsitzendem Rudolf Bäumler als auch als Markierungswart fungieren Nachwuchskräfte.

"Ziele des OWV sind die Erhaltung der heimatlichen Natur, der vielfältigen Flora und Fauna, die Verschönerung der Landschaft und des Stadtbildes", sagte OWV-Chef Bäumler im Gasthaus "Zum Weißen Rößl". Der Verein zählt 340 Mitglieder, 15 mehr als im Vorjahr. "Viele Arbeiten geschehen ohne Öffentlichkeit." So habe man für die Instandhaltung der beiden Rastplätze "Bepp Zupfer" und "Franz Pöllath" über 1400 Euro ausgegeben.

Wohnstube gut in Schuss

Bäumler erinnerte an Gartenfest, Maiandacht und Tagesausflug in den Bayerischen Wald. In Aktion war und wird der OWV beim Bürgerfest und dem Kirwa-"Ausgrom" sein. "In St. Anna ist die Wohnstube der Fledermäuse in Ordnung."

Bäumler prangerte das rücksichtslose Verhalten mancher Leute in der Natur an. Er mahnte an, auf die Belange der Grundstückseigentürmer und Nutzungsberechtigten Rücksicht zu nehmen. Auf Wanderwegen hätten Fußgänger Vorrecht. Radwege seien für Radfahrer. Er bat um rücksichtsvolles Verhalten und die Nutzung der vorgegebenen Wege. Ein Teilstück des Rundwanderweges (gelbe Schleife) und des Goldsteiges führt über das Privatgrundstück der Familie Bäumler. Dort ist für Radfahrer gesperrt.

Blaues Kreuz wandelt sich

Seit Jahresbeginn hat sich das Netz der Wanderwege, um das sich der OWV kümmert, verändert. Der Zielweg vom Stadtplatz zum Doost, einschließlich des Holzsteges im Doost, war bisher mit blauem Kreuz auf weißem Grund gekennzeichnet. Auf Veranlassung der Tourismusbehörde und des ostbayerischen Fremdenverkehrsverbandes wurde er nun als Zubringer zum Goldsteig mit dem blauen "S" markiert. "Somit brauchen wir ihn nicht mehr zu betreuen." Allerdings müsse man die Wanderkarte am Stadtplatz ändern, was erneut Kosten verursache, so der Vorsitzende.

Doch ganz wird das blaue Kreuz nicht verschwinden. Im Einvernehmen mit dem OWV Störnstein wird diese Markierung vom Stadtplatz über Knorrstraße zur Rastenhofer Straße sowie über Flurwege zum Störnsteiner Kindergarten in der Neustädter Straße des Nachbarortes an das blaue Kreuz wieder anbinden.

In seinem Betreuungsgebiet machte Vogelwart Manfred Witt eine Wasseramsel, die mit der bekannten Amsel nicht verwandt ist, und Eisvögel ausfindig. Die seltene Wasseramsel war 2009 Vogel des Jahres. Die Mitglieder nahmen diese Aussage mit Raunen zu Kenntnis. Von ursprünglich 100 Nistkästen hat er zurzeit nur noch 76. 65 davon sind belegt unter anderem mit Fledermäusen und Baumläufern.

Wohnungen für Baumläufer

Witt bat um Spenden für neue Vogelhäuser besonders für die Baumläufer. Diese haben eine spezielle Konstruktion und kosten fast 25 Euro. Aus gesundheitlichen Gründen ist Witt auf Unterstützung angewiesen.

Für Wanderwart Gerhard Meier gab es nicht viel zu tun. Mit 50 Teilnehmern absolvierte er zwei Touren mit 23 Kilometern. "Wanderungen werden nicht mehr angenommen", bedauerte Bäumler. Bereits seit September kümmert sich Tobias Knauer um die Markierung der Wege. Er trat in die Fußstapfen von Hans Völkl. Knauer sagte, dass die Beschilderung der Wanderwege in einem top Zustand sei. Er hat 32 Kilometer Wege zu betreuen. Bäumler fügte hinzu, dass die Regierung in Oberfranken das Wegenetz des OWV besonders gelobt habe.

Der Heimat verbunden

Bürgermeister Rupert Troppmann würdigte den OWV, der sich nicht für einen Selbstzweck engagiere, sondern für die Stadt, Region und deren Bürger. "Der OWV ist für die Erhaltung der Tradition und bringt die Heimatverbundenheit rüber." Für die Musik sorgten in der Jahreshauptversammlung Gerhard Weber und Alfons Kistenpfennig.
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