Pater Dr. Andreas-Pazifikus Alkofer ist tot
Minoriten fassungslos

Der aus Störnstein stammende Pater Dr. Andreas-Pazifikus Alkofer ist tot. Am Mittwoch starb der Franziskaner-Minorit völlig überraschend nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 43 Jahren in Chur in der Schweiz. Alkofer war dort als Professor für Theologische Ethik an der Hochschule tätig. Am Mittwoch findet um 20 Uhr in der Seminarkirche St. Luzi in Chur ein Gedächtnisgottesdienst statt. Der Beerdigungs-Gottesdienst ist am Freitag um 10 Uhr im Minoritenkloster in Würzburg. Dort wird er auch beigesetzt.

Der Störnsteiner galt als kompetenter Fachmann für Moraltheologie und Sozialethik und machte sich auch als versierter Publizist einen Namen. Bevor er den Lehrstuhl in der Schweiz übernahm, wirkte er sechs Jahre auf dem Felixberg. Er war damit für Guardian Stanislaus und seine polnischen Mitbrüder eine große Hilfe bei der Übernahme des Neustädter Konvents.

Alkofer hatte am 20. Juli 1962 in Neustadt das Licht der Welt erblickt. Nach dem Abitur am Neustädter Gymnasium war er einige Jahre journalistisch bei Zeitungen, Zeitschriften und für Rundfunkstationen tätig. Nach dem Zivildienst beim BRK Weiden begann er ein Magisterstudium für Germanistik, Philosophie und Theologie an der Universität Regensburg. 1985 trat er in den Orden der Franziskaner ein. Vier Jahre später legte er die Ewige Profess ab.

1992 wurde er in Würzburg zum Priester geweiht. Alkofer hatte in der Folgezeit verschiedene Aufgaben im Orden, so war er Beauftragter der deutschen und zentraleuropäischen Ordensprovinzen für den "Konziliaren Prozess zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung", Mitglied der Internationalen Kommission der Minoriten für "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" sowie Direktor der deutschsprachigen Ausgabe des "Messaggero di Sant Antonio". 1997 begann er nach einem Peruaufenthalt als wissenschaftlicher Assistent und Habilitand am Lehrstuhl für Moraltheologie der Uni Regensburg. Seit 1998 war er Wissenschaftsbeauftragter der deutschen Ordensprovinz. Im März 2003 übernahm er die Vertretung des Lehrstuhls in Chur. Kurze Zeit später wurde er dort auch zum Professor ernannt.

Die Nachricht von seinem Tod erreichte erst am Freitag die Franziskaner-Minoriten in der Kreisstadt. Sie informierten die Eltern in Störnstein.
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