Pauschale Veränderungen

Stellvertretend für die Diensthabenden der Neustädter Rettungswache nahm Ärztliche Leiterin Dr. Gudrun Graf (Zweite von rechts) den Dank der SPD-Politiker Uli Groetsch, Annette Karl und drittem Bürgermeister Heribert Schubert (von links) entgegen. Bild: spz
Lokales
Neustadt an der Waldnaab
03.01.2015
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Neustadt/WN. (spz) Es ist Brauch, dass Politiker zum Jahreswechsel Hilfsorganisationen besuchen. Heuer nahmen sich SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl und ihr Bundestagskollege Uli Grötsch Zeit. Sie erfuhren Erstaunliches.

(spz) Mit dieser Geste wollten sich die beiden Sozialdemokraten zusammen mit drittem Bürgermeister Heribert Schubert bei den ehren- und hauptamtlich Diensthabenden der Rettungswache für ihr Engagement bedanken. Doch der Dienstalltag machte dem Ziel, mit den Rettungskräften ins Gespräch zu kommen und sich ihre Wünsche oder Klagen anzuhören, jäh zunichte.

Notfall geht vor

Denn just als die Gäste eintrafen, rückten sowohl die diensthabende Mannschaft mit dem Rettungswagen als auch das Notarztteam mit Dr. Gerhard Wührl zu einem Einsatz aus. Einzig und allein hielt Ärztliche Leiterin Dr. Gudrun Graf die Stellung. Sowohl MdL Karl, MdB Grötsch als auch Bürgermeister Schubert bekräftigten ihre Wertschätzung gegenüber den Rettungsdienstlern, die tagein und taugaus dafür sorgten, dass sich die gesamte Bevölkerung sicher fühlen könne. Karl bedauerte jedoch, dass nun auch die Notaufnahme im ehemaligen Neustädter Krankenhaus abgezogen worden sei. Einhellige Meinung war, dass der Notarztstandort vor Ort seine Daseinsberechtigung habe und weiterhin gestärkt und erhalten werden müsse. Schubert betonte, dass die Stadt stolz sei auf die Rettungswache. Laut Notärztin Dr. Graf seien inzwischen die Rettungswagen aller Wachen mit dem "Lucas 2 Thoraxkompressions-System" ausgestattet. Bei der Umstellung auf die neue Notrufnummer 112 sei eine Reduzierung der Fehlanrufe um nochmals 50 Prozent gelungen.

Mehr und weniger Geld

Einschneidende Veränderungen gebe es ab 1. Januar für die niedergelassenen Notärzte. Die Einsatzpauschale sei um die Hälfte reduziert worden. Im Gegenzug sei die Bereitschaftspauschale angehoben worden. Zweck dieser Aktion sei, Notarztstandorte mit geringerer Auslastung zu stärken. Ob oder welche Folgen dies für die in Neustadt tätigen Notärzte haben werde, sei noch nicht abzusehen.

Demnächst werde die Rettungswache ein zweites Fahrzeug für die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst erhalten. Durch die Erweiterung des Fuhrparks reichten die Fahrzeughallen aber nicht mehr aus. Auch für die Diensthabenden werde der Platz immer beengter. Grötsch versprach, die Themen in einer Zweckverbandssitzungen anzusprechen.
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