Professionelle Reiseveranstalter entdecken den Paneuropa-Radweg

"Anstrengend war es. Vor allem der dritte Tag von Pilsen nach Stribro", sagt Anni Fischer. Sie radelte mit einer etwa 30-köpfigen Gruppe im Zuge einer viertägigen Radreise von Prag nach Neustadt. Das war aber eigentlich nur die erste Etappe. Ein Amberger Reisebüro bietet an, in den kommenden vier Jahren jeweils ein Teilstück des Paneuropa-Radwegs zwischen Prag und Paris unter die Pedale zu nehmen. "2020 radeln wir dann die Champs Elysées hoch und trinken einen Champagner", plant Unternehmer Horst Strobl. Die Idee kam ihm anlässlich des 15-jährigen Firmenjubiläums. Als er sich im Landratsamt Neustadt Informationen einholte, fand er mit Regionalmanagerin Margit Frauenreuther eine begeisterte Unterstützerin des Projekts. Seit 2001 plante sie mit Ex-Landrat Simon Wittmann und seiner damaligen rechten Hand Rupert Troppmann den Paneuropa-Radweg. 2008 war er Realität. Überall entlang der Strecke weisen heute Schilder auf den Europa-Gedanken hin. Und nirgends fehle der Hinweis "erfunden im Landkreis Neustadt", freut sich Frauenreuther. Den Radreisenden der Tour - der älteste Teilnehmer war 78 Jahre alt - hat die erste Etappe gefallen. In Neustadt empfing Troppmann die Gruppe jetzt als Bürgermeister in der Stadthalle. Vom Regionalmanagement gab's als Erinnerung einen Funktionsschal und eine Radwanderkarte. Die Stadt spendierte ein Freigetränk. Denn Troppmann weiß aus Erfahrung: "Das schönste an Radtouren ist das Seidl am Ziel." Bild: bgm
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