Rathauschef nimmt aus Altenheim Anregungen mit
An Behinderte denken

Interessiert hörten die Bewohner des Seniorenheims St. Martin zu, was Rathaus-Chef Rupert Troppmann (stehend, rechts) über seine Arbeit im Rathaus zu sagen hatte. Bild: spz
Was macht ein Bürgermeister den ganzen Tag, außer Blumensträuße zu besonderen Geburtstagen zu überreichen? Die Antwort gab der Rathauschef den Bewohnern des Seniorenheimes am Mittwochnachmittag bei einem gemütlichen Kaffeeplausch.

"Bei 5800 Einwohnern, davon sind laut Statistik 1154 älter als 65 Jahre, gibt es schon Einiges zu tun", sagte Rupert Troppmann. Der zuerst provisorisch angelegte und inzwischen sogar asphaltierte Verbindungsweg vom Seniorenheim zum Friedhof werde sehr gut angenommen und habe ihm großes Lob eingebracht.

Auch die Eingangstüre zum Rathaus sei nun behindertengerecht. Kritisiert werde aber immer wieder, dass der Bordstein am neuen Fußgängerüberweg in der Inneren Flosser Straße noch nicht abgesenkt sei. "Das wird kommendes Jahr erledigt."

Heimbeirat Rudi Schneck wollte wissen, wo das Geld dafür herkomme. Die größte Einnahmequelle sprudelt aus der Einkommenssteuer. Dazu kommen noch Anteile aus Gewerbe-, Lohn- und Realsteuer sowie Investitionszulagen. Trotz etlicher Bauvorhaben und Ausgaben können die Schulden jährlich um eine halbe Million Euro abgebaut werden.

Den Wunsch von Karl Spachtholz, den Speisesaal zu verbreitern, um mehr Platz für die Rollstuhlfahrer zu schaffen, konnte Bürgermeister Troppmann nicht erfüllen. Dies liege im Zuständigkeitsbereich des Trägers, der Caritas. In früheren Jahren habe man noch weniger auf behindertengerechtes Bauen geachtet. "Inzwischen hat sich das Bewusstsein jedoch geändert."

Josef Karl wünschte sich auch für die Mitbewohner, dass die Wege zum Friedhof und zur Inneren Flosser Straße im Winter geräumt und gestreut werden. Troppmann versprach, sich auch darum zu kümmern. "Aber, es ist halt nicht alles machbar, was man gerne möchte."
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