Regensburger Unternehmen erhält Auftrag - 31 Millionen Euro Fördermittel sollen in Landkreis ...
Masterplan für schnelles Internet

Nicht auf der Leitung stehen sollen der Landkreis Neustadt und die Kommunen, wenn es nach Landrat Andreas Meier geht. Bild: bey

Mit einem ehrgeizigen Projekt will Landrat Andreas Meier eine flächendeckende Breitbandversorgung im Landkreis erreichen. Zur Umsetzung des Vorhabens soll das Unternehmen Innovative Kommunikations-Technologien (IK-T) aus Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt unter Einbeziehung der Kommunen die gemeindlichen Bereiche ermitteln, die bislang noch nicht in den Breitbandausbauplänen enthalten sind.

In der Sitzung des Ausschusses für Personalangelegenheiten und Verwaltungsinnovation erläuterte Diplomingenieur Karl Manstorfer von der Firma IK-T seine Ideen für den Masterplan. Dazu hat der Firmenvertreter ermittelt, dass die Kommunen im Moment noch 13 Millionen Euro an möglichen Fördermitteln aus dem Topf des Freistaates abrufen könnten. Damit möchte Manstorfer die Breitbandversorgung mit Glasfaserkabel, nach Möglichkeit direkt bis zum Endanschluss, forcieren.

Laut Landrat Meier werden mit dem gemeindeübergreifenden "Master-Plan" sowohl die Interessen der Kommunen als auch der Landkreise berücksichtigt. Das Gesamtkonzept mache eine optimale Ausschöpfung der Fördermittel im Sinne der Breitbandversorgung sowie der Kommunal- und Landkreisentwicklung möglich.

Glasfaser ins Haus

Manstorfer erklärte, dass eine Vielzahl von Kommunen bereits ins Förderverfahren eingestiegen sei. Der bestehende Bedarf, besonders mit dem Glasfaserkabel direkt in die Gebäude der Endverbraucher zu gehen, sollte deshalb berücksichtigt werden. Der Referent geht davon aus, dass für den Landkreis Neustadt Fördermittel des Freistaates in Höhe von 29 Millionen Euro zur Verfügung stehen, die sich bei interkommunaler Zusammenarbeit um 1,9 Millionen auf fast 31 Millionen Euro erhöhen. Von diesem Betrag zog Manstorfer von Kommunen bereits in Anspruch genommene 18 Millionen Euro ab, so dass rechnerisch noch Zuschüsse in Höhe von 13 Millionen abgerufen werden könnten.

Reiner Gäbl zweifelte diese Summe an. Gleichfalls nannte der Bürgermeister für seinen Markt Eslarn einen finanziellen Aufwand von 4,5 Millionen Euro, um das gesamte Gebiet ans Breitband anzuschließen. Nachdem sich der Markt Eslarn entschieden habe, mit einem Aufwand von rund einer Million Euro den höchsten Fördersatz von 90 Prozent und somit die Höchstfördersumme von 900 000 Euro in Anspruch zu nehmen, würde der verbleibende notwendige Aufwand von 3 500 000 Euro dem Markt auf Jahre finanzielle Spielräume nehmen, betonte Gäbl. "Der Masterplan" gibt kaum etwas an die Hand", bedauerte Gäbl und ergänzte, dass der Landkreis selbst die Fördermittel nicht beanspruchen könne.

Viele Kommunen klamm

Gegenüber dem NT erklärte Manstorfer nochmals seine Vorstellung zum Masterplan. Dieser beinhalte, was sich aus technischer Sicht machen lasse. Deshalb soll das Projekt den Gemeinden aufzeigen, was für die Breitbandversorgung sinnvoll und empfehlenswert sei. Dabei sei natürlich bekannt, dass viele Gemeinden sich finanziell "schwer tun", räumte Manstorfer ein. Andere Kommunen hätten den vollen Fördersatz bereits in Anspruch genommen. Sollte aber nach Ablauf des Förderprogramms 2018 eine Neuauflage folgen, könnte nach Überzeugung Manstorfers der Masterplan eine Arbeitsgrundlage sein.

Die Kosten für den Masterplan belaufen sich auf 29 400 Euro netto und sollen nach den Vorstellungen von Landrat Meier in die Haushaltsberatungen 2015 einfließen.
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