Regionalliga 2: Neustädter Basketballer unterliegen bei Regnitztal Baskets mit 57:85
Junge Riesen zu stark für DJK

Wie schon Nürnberg zum Ligaauftakt machten die Regnitztaler Verteidiger der DJK Neustadt das Offensivspiel sehr schwer. Lediglich Adrian Saro (am Ball) mit 21 Punkten und Ondrey Stych (12) punkteten zweistellig. Bild: A. Schwarzmeier
Nach drei Minuten war die Begegnung für die DJK-Basketballer eigentlich fast schon gelaufen. 0:17 lagen die Gäste da schon zurück. Die Regnitztal Baskets erwiesen sich für Liganeuling aus Neustadt am Freitag beim klaren 85:57 (19:43)-Erfolg in eigener Halle einfach als eine Nummer zu groß. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

"Ihr Guard war etwa 1,80 Meter groß, aber alle anderen Spieler über zwei Meter", berichtet Captain Stefan Merkl nach dem intensiven Spiel in Strullendorf. "Drei ihrer Spieler haben Zweitliga-Erfahrung. Alle waren schnell und hatten einen starken Wurf." Das extrem druckvolle Team mit jungen Akteuren aus der Talentschmiede der Brose Baskets Bamberg habe auch defensiv kaum etwas zugelassen. "Oft haben wir schön nach vorne gespielt, aber auf einmal war da die rote Wand. "

Glaser bleibt gelassen

Kein Grund zur Sorge, meinte Coach Uwe Glaser trotz der deutlichen Niederlage: "Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die unter Profibedingungen trainiert, das sollte man berücksichtigen. Trotzdem war unser Spiel natürlich nicht gut. Wir haben vorne keine Lösungen gefunden und viele schlechte Entscheidungen getroffen." Ohne Führungsspieler wie die verletzten Tobias Merkl oder Michael Kurz fehlte laut Glaser oft das Gespür für den passenden Zeitpunkt für einen Abschluss.

"Wir müssen vor allem in der Offensive lernen, einfach geduldiger zu spielen. Das ist ein Prozess der Erkenntnis, der sich vermutlich noch etwas hinziehen wird", erläuterte der Trainer. "So werfen wir häufig gegen einen Gegenspieler mit einer entsprechend niedrigen Trefferquote, während wir mit einem Extrapass den Mitspieler zu einem völlig freien Wurf bringen könnten. Das hat uns Regnitztal sehr eindrücklich demonstriert." Die Oberfranken erarbeiteten sich sehr solide freie Würfe und trafen diese auch hochprozentig.

"Es war abzusehen, dass wir gerade am Anfang Zeit benötigen, um uns in der Liga zurecht zu finden", bilanzierte Glaser. "Ich bin aber weit davon entfernt, frustriert zu sein." Besonders Adrian Saro (21 Punkte) - der beste Neustädter Werfer an diesem Tag - und auch Nachwuchsspieler Jevon Perschnick überzeugten.

Drittes Viertel besser

"Im dritten Viertel haben wir dann gesehen, dass wir mit der entsprechenden Konzentration und Intensität auch mithalten können. Vor allem Stefan Merkl hatte mit seinem Einsatz großen Anteil daran", wies der Trainer auf die stärkste Phase der DJK hin. Der Abschnitt ging mit 27:20 an Neustadt. "Wir müssen unser Spiel den Anforderungen der neuen Liga anpassen", so das Fazit Glasers. Am besten bereits bis zum Samstag. Da empfangen die Neumarkt Baskets die DJK zum Oberpfalzderby.

DJK: Saro (21 Punkte/1 Foul), Stych (12/1), Perschnick (7/4), Ponfick (6/2), Meißner (5/4), S. Merkl (3/2), Tomaszek (2/1), J. Sailer (1/3) Hickman (0/1), Kuchinka (0/1) und Pöss.
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