Regionalliga-Basketballer der DJK Neustadt hoffen in Gotha auf Überraschung
Mit langem Atem

Spielerische Höhenflüge wie gegen Chemnitz dürften den Basketballern der DJK Neustadt beim schweren Auswärtsspiel in Gotha nicht leichtfallen. Dennoch will die Glaser-Truppe gegen den Tabellensiebten aus Thüringen die Überraschung schaffen. Bild: hfz

Der erste Sieg in der höheren Liga ist geschafft. Nach einer zweiwöchigen Pause wollen die Basketballer der DJK Neustadt eigentlich nachlegen, treffen aber mit den Oettinger Rockets II aus Gotha auswärts auf einen bärenstarken Gegner.

"Wir wollen auf jeden Fall an die Leistung von Chemnitz anknüpfen", verspricht Captain Stefan Merkl. Wie zuletzt im Heimspiel gegen Chemnitz erwartet Merkl am Samstag ein jung aufgestelltes, talentiertes Team aus Nachwuchsbundesliga-Spielern (NBBL), verstärkt durch einige Routiniers.

Wie die DJK hat die Pro-A-Reserve der Oettinger Rockets aus den ersten vier Partien nur einen Sieg geholt. Doch die nüchterne Statistik könnte hier täuschen, denn der Tabellensiebte verlor mit den Spielen gegen die Regnitztal Baskets, Würzburg Tropics und Dresden Titans II gegen gleich drei Teams der ersten vier der Regionalliga II. Zudem verliefen die Begegnungen lange ziemlich eng. Die Mannschaft um Schlüsselspieler Sascha Mäder (16 Punkte im Schnitt) ist in der jungen Saison also bereits auf Betriebstemperatur.

Wurfstark von Außen

Das homogene Team von Head-Coach Alexander Uth - fünf Spieler punkten im Schnitt zweistellig - überzeugte bislang durch seine Distanzwürfe und hat mit Sebastian Nußbaum, Ulrich Schmidt und Marcel Meckel gleich mehrere brandgefährliche Werfer im Kader. Außerdem verfügen die Thüringer über eine sehr gut strukturierte, intensive (Zonen-)Verteidigung. Dieser fehlte es jedoch gegen die Regio-Spitzenteams in den Schlussphasen der Spiele zuweilen etwas an Konstanz.

Eine Chance für die DJK? Möglicherweise. Zumindest werden die Neustädter wie beim starken Auftritt gegen den BV Chemnitz bis zuletzt kämpfen und mit langem Atem ihre Chance suchen. Der große Entwicklungsschritt, den die Spieler des Liganeulings beim 84:80-Erfolg unter Beweis stellten, soll bestätigt werden.

Kader füllt sich wieder

Wie erhofft sorgte die Spielpause dabei für etwas Entspannung bei der Personalsituation. Außer Terrence Gibson, der das letzte Spiel seiner Sperre absitzt, und den verletzten Aufbauspieler Max Tomaszek kann DJK-Coach Uwe Glaser nahezu auf seinen kompletten Kader zählen.

"Gotha ist natürlich klarer Favorit", meint Merkl, der aber auf die Stärken seiner Mannschaft setzt. "Wir müssen aggressiv auftreten, unser Spiel spielen und es nicht an den Gegner anpassen", betont der Captain. "Dann können wir auch die Überraschung schaffen."
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