"Rock alive" macht Dampf

Nicht zuletzt Bands wie "Rock Alive" mit Patrick Siegel, Thomas Treml, Martin Hauer, Katinka Dittrich, Josef Walbert und Raphael Gerl (von links) machen den Spirit der Rock-Musik unsterblich. Die Musiker bedankten sich für den großen Applaus mit zwei Zugaben. Bei "Cocain" griffen sie tief in die Blues-Tasche, bevor sie mit Deep Purples "Smoke on the water" alles gaben. Bild: prh

Sie haben sie alle drauf, die Classic-Rock-Hits von Deep Purple bis AC/DC, von Steppenwolf bis Pink Floyd, von "Easy Livin'" bis "Born to be wild". "Rock Alive" begeisterte bei der Sommerserenade in der Freizeitanlage junge und jung gebliebene Fans.

Die Freunde gepflegter Rockmusik kamen trotz kühler Abendtemperaturen in Scharen. Kaum ein Plätzchen im Biergarten oder vor der Bühne blieb am Donnerstag frei. Nicht etwa laue Sommertemperaturen haben die Besucherscharen angelockt. Sie kamen, weil das Repertoire der Band kaum Wünsche offen lässt und in die Rockwelt der 60er und 70er Jahre entführt.

Mitreißende Soli

Raphael Gerl (Gitarre, Gesang), Katinka Dittrich (Gitarre, Gesang), Martin Hauer (Gesang), Patrick Siegel (Bass, Gitarre, Gesang), Josef Walbert (E-Piano, Keyboard) und Thomas Treml (Schlagzeug) haben sich dem Rock dieser Zeit verschrieben und verstehen es, diesen ausgezeichnet zu performen.

Durch die charismatische Stimme von Hauer und die mitreißenden Soli von Gerl klangen viele Stücke sehr authentisch. Außerdem erwiesen sich Bassist Siegel, Drummer Treml und Pianist Walbert als Könner ihrer Instrumente. Von Beginn an heizten die sechs Musiker mit Titeln wie "Gimme some lovin'" oder "Sweets" "The Ballroom Blitz" mächtig ein. Viele der bereits leicht angegrauten Zuhörer schwelgten in alten Zeiten. Das ist das Erfolgsgeheimnis der Band. Wann hört man schon noch live Hits wie "She's my woman in love" von T.Rex oder Uriah Heeps "Easy livin'". Dass die Musiker auch leise Töne anschlagen können, bewiesen sie bei "Dust in the wind" oder dem nur mit Akustik-Gitarren vorgetragenen "Wish you where here" von Pink Floyd. Auch die Blues-Nummer "Aint no sunshine" kam prächtig an. Hier verdiente sich Sängerin Dittrich ein dickes Lob.

Ergraute Kopfnicker

Die Protagonisten auf der Bühne verstehen ihr Handwerk und sind ausgezeichnete Musiker und Sänger. Bei Gassenhauern wie "All right now" oder "Rockin' all over the world" von Status Quo hielt es kaum einen Rock-Fan ruhig auf der Bank. Wenn auch das Headbangen nicht mehr so angesagt war, so war doch durch die Tischreihen ein Kopfnicken und Fußwippen zu beobachten. Nicht nur Bürgermeister Rupert Troppmann freute sich, dass die Serenade nicht wegen des tagsüber andauernden schlechten Wetters abgesagt worden war. Sie ging am Ende als gelungener Rock-Abend in die lange Geschichte der Sommerserenaden der Stadt ein.
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