Schmerzhafte Niederlage

Tobias Merkl wurde von der Jenaer Defensive hart angegangen. Der Neustädter Flügelspieler erzielte 15 seiner 17 Punkte von der Freiwurflinie. Bild: A. Schwarzmeier

Ein einziger Korb aus dem Feld. Mehr gelang Tobias Merkl am Samstag nicht. Und nicht etwa, weil der Dauer-Topscorer der Neustädter Basketballer einen besonders schlechten Tag erwischt hätte. Science City Jena II hatte sich beim deutlichen 125:78 (56:40)- Erfolg für ihn eine spezielle Taktik ausgedacht.

In Merkl hatte die Reserve des Zweitliga-Spitzenreiters jenen Spieler der DJK ausgemacht, den es zu attackieren gilt, um das Spiel des Tabellenneunten nachhaltig zu stören. Mit Erfolg: Die Jenaer unterbanden jede Aktion des Flügelspielers konsequent und waren in der Wahl der Mittel nicht wählerisch.

Durch die "Hack the Merkl"-Taktik verbrachte der Neustädter einige Zeit am Boden und anschließend an der Freiwurflinie. Merkl traf 15 von seinen 23 Versuchen. Damit war der meistgefoulte Spieler auf dem Feld mit 17 Zählern - nach Constantin Ponfick (25 Punkte) - dennoch zweitbester Werfer seines Teams. Aber auch die anderen DJK-Spieler bekamen die "gesunde Härte" des intensiv spielenden Tabellenzweiten der 2. Regionalliga Nord zu spüren. 53 Freiwürfe wurden den Gästen zugesprochen, 32 landeten bei einer - mit Blick auf die bisherige Saison - soliden Trefferquote von 60 Prozent im Ziel.

Die teils überharte Gangart der Thüringer um Trainer Farsin Hamzei verwunderte etwas, waren doch die technischen Vorteile erwartet klar aufseiten der ambitionierten Gastgeber. Mit drei zweitligaerfahrenen Spielern aus dem Pro-A-Team und mehreren Nachwuchs-Bundesliga-Spielern stellte sich den Neustädtern eine beeindruckende Qualität entgegen. Jena unterstrich mit konstant hohem Tempo und guten Abschlüssen seine Rolle als einziger Verfolger von Tabellenführer Coburg.

Zwar mit Blessuren aber erhobenen Hauptes gingen die DJK-Basketballer aus der Halle. Immerhin hatten sie gegen das Spitzenteam offensiv nicht enttäuscht und 78 Punkte erzielt. Nach gutem ersten Viertel (22:27) hielt der Liganeuling den Rückstand bis Ende des dritten Abschnittes im Rahmen (61:86). Erst dann baute Jena mit einer beeindruckenden Trefferquote die Führung zum etwas zu hoch ausgefallenen Kantersieg aus.

DJK: Ponfick (25 Punkte/3 Fouls), T. Merkl (17/3), Gibson (11/3), Stych (8/5), Saro (6/2), Kuchinka (5/0), Meißner (4/3), J. Sailer (2/5), Perschnick (0/2), Wagner
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