Schöner verwalten

Die Pfarrer Ulrich Gruber und Josef Häring (von links) segneten im Beisein vieler Ehrengäste die neuen Räume der Verwaltungsgemeinschaft. Bild: spz

Wenn schon ein Behördengang, dann soll es wenigstens was zu sehen geben. Die Bürger der fünf Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Neustadt sind seit kurzem dazu in der Lage. Der Tag der offenen Tür bot aber auch Kunst im Amt.

In Rekordzeit von acht Monaten war in der Naabstraße das neue Verwaltungsgebäude entstanden. Nach dem Umzug erfolgten am Samstag Schlüsselübergabe und Segnung der neuen Räume. Stadtpfarrer Josef Häring und Pfarrer Ulrich Gruber zitierten Psalm 127 Vers I und II. "An Gottes Segen ist alles gelegen. Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen." Gruber nannte das Werk gelungen. Jetzt gelte es, den Alltag in kleineren Schritten zu bewältigen. Fünf Gemeinschaften am Laufen zu halten sei nicht einfach.

Alles rot

Vermieter Wunibald Bauer, der auch im Namen seines Kollegen Christian Bauer sprach, meinte, der rote Faden schließe sich zum Kreis. Nach der Einweihung eines "roten Büros", dem der Abgeordneten Annette Karl, erfolge nun die Einweihung eines "roten Gebäudes" - der farbige Quader ist am Ortseingang unübersehbar.

Heinl erinnerte an den Baubeginn am 17. April und verteilte Komplimente an die Beteiligten: Stadt, Landratsamt, Planer, Architekt, Handwerker und die verständnisvollen Nachbarn. Zum Dank überreichte er an die Gemeinschaftsvorsitzende Marianne Rauh ein Bild und Blumen. Architekt Peter Kuchenreuther freute sich, dass die Planungen seiner Stahlkonstruktion, bei der Barrierefreiheit und Inklusion Rechnung getragen wurden, auf Akzeptanz gestoßen seien.

Kuchenreuther übergab Rauh ein Edelstahlschild mit der Hausnummer. Die Vorsitzende bedankte sich für das gute Einvernehmen auch bei Bauleiter Detlev Klein, der immer ein offenes Ohr für Wünsche und Änderungen gehabt habe.

Landrat Andreas Meier wünschte frohes Schaffen in den neuen Räumen und überreichte ein gläsernes Landkreiswappen. Bezüglich des roten Fadens bemerkte er: "Ich meine mich zu erinnern, dass zumindest die Stahlträger des roten Gebäudes schwarz gewesen sind." Bürgermeister Rupert Troppmann meinte, die Kreisstadt habe sich von der ehemaligen Glasmacher- in eine Schul- und Verwaltungsstadt gewandelt. Er freue sich über den Neubau. Der von den Geistlichen zitierte Psalm "Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf" treffe in diesen Räumen allerdings nicht zu. Hier werde viel gearbeitet. Von Troppmann gab es für Rauh eine von nur noch wenigen vorhandenen Glasvasen der ehemaligen Firma Nachtmann als Einweihungsgeschenk.

Musikalisch begleiteten Melanie Henning aus Letzau an der Querflöte und Heike Holzförster aus Pirk am Klavier den Festakt. Während sich am Nachmittag die Erwachsenen in den Räumen umsahen und die Bilder von Künstler Klaus Kuran bewunderten, überraschte der Nikolaus die Kinder mit Süßigkeiten.
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