Schultüte zum Abschied

Bald hat Heribert Zeis wieder ersten Schultag. Damit er sich an der Weidener Pestalozzi-Schule schnell eingewöhnt, gaben ihm die alten Kollegen aus Neustadt, Altenstadt und Floß eine "Survival-Schultüte" mit auf den Weg.

Rektor Heribert Zeis wechselt von der Mittelschule Neustadt an die Weidener Pestalozzi-Schule. Der Verbundskoordinator für Neustadt, Floß und Altenstadt verabschiedete sich mit einem Fest in der Altenstädter "Wirtschaft".

Mit dabei waren die Schulleiter Walter Sailer, Doris Bodensteiner und Rainer Hetz, die Bürgermeister Rupert Troppmann, Ernst Schicketanz und Günter Stich sowie der Elternbeirat und die Kollegen der Mittelschule Neustadt. Das Schulamt vertrat Johann Hilburger.

Hilburger verglich die anstehende Änderung der Wirkungsstätte mit der Neujustierung eines Navigationssystems im Auto. In elf Jahren beeinflusste Zeis die Geschicke der Neustädter Mittelschule erfolgreich, indem er durch seine offene Art gegenüber allen Beteiligten vieles möglich gemacht hat. Jetzt stelle sein Herz das "Navi" auf einen neuen Zielort, der ihm viel Erfolg bringen soll.

Kollegialer Führungsstil

"Mit dir, nicht unter dir", so beschrieb der evangelische Pfarrer Ulrich Gruber die gelebte Kollegialität von Rektor Zeis. Er wünschte dem scheidenden Schulleiter und seiner Ehefrau gute Nerven und schenkte ihm zum Erholen ein Kissen in Herzform. Elternbeiratsvorsitzender Josef Wittmann würdigte, dass Zeis nicht seine eigene Person in den Mittelpunkt stelle, sondern die Belange der Schüler und der Schule. Neustadts Bürgermeister Troppmann hob die Sanierung der Schulgebäude mit Pausenhof und die Installation der offenen und gebundenen Ganztagsangebote hervor. Des Weiteren dankte er Zeis für die sicherlich nicht immer leichte Arbeit als Verbundkoordinator, bei der er die unterschiedlichen Interessen der drei Bürgermeister und Schulleiter unter einen Hut zu bringen hatte. Konrektor Karl Haubner blickte in Gedichtform auf die elfjährige Amtszeit des Schulleiters zurück. Er dankte ihm für den Freiraum, die entschlossene Führung und die Geselligkeit mit einem "Vergelt"s Gott" und einem Gutschein für eine neue Schultasche. Das Kollegium packte dann für die Anforderungen, die der scheidende Chef an der neuen Schule zu meistern hat, eine "Survival-Schultüte".

"Positiv süchtig machen"

Zeis gab zu, dass in seiner Brust zurzeit zwei Herzen schlagen. Das eine ganz klar für Neustadt und den Schulverbund, das andere für die neue Herausforderung. Gemeinsam habe man die Geschicke der beteiligten Schulen in die richtige Richtung geleitet, Standorte und die Vielfalt der Ausbildungsrichtungen für die Jugendlichen erhalten. Es falle ihm deshalb nicht leicht, ein liebgewonnenes Umfeld loszulassen.

In den nächsten neun Jahren werde er versuchen, im neuen Wirkungskreis schnell die richtigen Fäden zu ziehen und die Mitarbeiter im positiven Sinn für die zentralen Aufgaben einer Mittelschule süchtig zu machen.

"Was man vergisst, hat man im Grunde nicht erlebt", zitierte Zeis den deutschen Lyriker Ernst R. Hauschka. Er werde die Mittelschule Neustadt nicht vergessen.
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