Seit vier Jahrzehnten Angebot für Mädchen und Buben im Sommer - Engagiertes Team
Kinderferienclub verjüngt sich stetig

Ein engagiertes Team organisiert seit 40 Jahren Aktionen in den Sommerferien für Schüler. Von links: Gründungsmitglied Gerhard Wiedenhofer, Vorsitzender Gerhard Steiner, Franz-Josef Baeck, Edeltraud Braunschmid, Stadtpfarrer Josef Häring sowie die Gründungsmitglieder Heiner Meier und Engelbert Vollath. Bild: stn
Seit 40 Jahren organisieren Bürger den Kinderferienclub. In einer kleinen Feierstunde, an der auch drei der fünf Gründungsmitglieder teilnahmen, hielten die Aktiven Rückschau auf engagierte Jahre.

Gründungsmitglied Heiner Maier berichtete von den Anfangsstunden 1974, als der mittlerweile verstorbene Lehrer Hubert Lang die Idee für die Organisation hatte. Er wollte in den großen Ferien ein Programm anbieten für Familien, die nicht in den Urlaub fuhren. Unterstützt wurde er von seinen Freunden und Kollegen Maier, Engelbert Vollath, Gerhard Wiedenhofer und Werner Arnold.

Das Programm beinhaltete insgesamt sechs Aktionen, eine an jedem Ferien-Mittwoch. Dazu gehörten ein Film- und ein Bastelnachmittag, eine Wanderung, eine Familienfahrt sowie ein Sport- und Spielenachmittag. "Schon damals engagierten sich auch Eltern bei der Betreuung", erinnerte Maier. Die Aktionen hätten gleich im ersten Jahr großen Zuspruch gefunden und Lob geerntet.

Gleixner folgt auf Maier

Die Anmeldungen erfolgten hauptsächlich über den damaligen Kreisjugendpfleger Gerd Näger. 1979 übernahm Franz Gleixner die Führung. Er war bis 2000 tätig. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es alljährlich eine Fahrt zum Steinberger Ponyhof. Der Sport- und Spielnachmittag bildete den Abschluss des Programms. Auch die beliebten T-Shirts mit dem Logo des Kinderferienclubs wurden verteilt.

1994 stieß Franz-Josef Baeck zu der Truppe. Er übernahm auch die Verwaltung der Finanzen. Durch ihn kamen immer mehr Mitglieder des Pfarrgemeinderats in das Team. "Die Veranstaltungen werden vom Sachausschuss Schule und Erziehung des Pfarrgemeinderats durchgeführt", war 1998 war im Programm als Hinweis für die Eltern zu lesen. Baeck wollte auch das Angebot ausweiten und so gab es in diesem Jahr schon zwei zusätzliche Termine.

Jedoch stieß er mit diesem Ansinnen auf teilweise heftige Kritik seitens der langjährigen Organisatoren. "Man kann doch schließlich nicht mit der Tradition brechen." Tatkräftige Unterstützung erhielt Baeck aber durch Gerhard Steiner, der 1999 seine Tätigkeit als Betreuer auf- und 2001 die Leitung übernahm. 2000 umfasste zehn Aktionen, heute sind im Ferienprogramm im Durchschnitt 16 Veranstaltungen, die von insgesamt 700 bis 900 Teilnehmern besucht werden.

"Wir können dieses umfangreiche Angebot aber nur leisten, da wir nicht nur auf langjährige Betreuer zurückgreifen können, sondern immer wieder durch neue Helfer verjüngt werden", freut sich Steiner. "Sehr dankbar sind wir natürlich auch für die großzügigen Spenden von Firmen, Organisationen, Privatleuten und der Stadt."

Um den Eltern zahlreiche Anrufe wegen der Anmeldung bei den verschiedenen Betreuern zu ersparen, sind diese seit 2004 zentral beim Vorsitzenden möglich. 2001 wurde der Actionpass eingeführt. Pro Teilnahme gibt es einen Stempel und beim Erreichen einer bestimmten Anzahl erhalten die Kids das Kinderferienclubshirt. Früher wurde es nur bei der letzten Aktion verteilt und wer da nicht dabei war, hatte Pech gehabt.

Mindestens eine Familienfahrt ist auch heute noch ebenso fester Bestandteil des Programms wie ein Bastelnachmittag und eine Wanderung. Seit 2003 sind eine Aufführung von Hermanns Kasperltheater und der Besuch des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr/Vilseck im Angebot.

Baeck hört auf

Wermutstropfen der Jubiläumsfeier war das Ausscheiden von Baeck. Nach 20 Jahren will er etwas kürzer treten. Er versprach aber, in einer Übergangszeit seiner Nachfolgerin Karin Schraml noch zur Seite zu stehen. Stadtpfarrer Josef Häring dankte ihm für das langjährige Engagement mit einem Essensgutschein und einem Schutzengel. Er lobte die Dynamik und die Fähigkeit, Gelder für die Aktionen zu requirieren.

Auch die langjährige Helferin Edeltraud Braunschmid wird dem Team in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen. Steiner dankte ihr mit einem Gutschein und lobte sie für Zuverlässigkeit und Ideenreichtum.
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