Senegalesischer Imker informiert sich über Honig
Süße Bildungsreise

Philibert Assine (Zweiter von links) holte sich bei Gesprächen mit Vertretern des Katholischen Landvolks viele Anregungen für Landwirtschaft und Imkerei. Unter anderem bei (von links) Angela Stangl, Manfred Kellner, Edith Uschold, Sabine Kuran und Josef Stangl. Bild: fvo
"Ich will im Senegal gleich mit der Königinnenzucht beginnen", sagt Philibert Assine aus Oussouye. Er war fast einen Monat zu Gast beim Vorsitzenden der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Regensburg, Alfons Wittmann. Bei ihm lernte der Afrikaner viel über Bienenhaltung und Honigernte in Deutschland.

Wittmann hatte bei einem Besuch im Senegal im Jahr 2008 erlebt, wie Imker dort arbeiten. Wildbienen werden nicht gehegt, sondern die Waben einfach ausgepresst und dabei zerstört. Der gewonnene Honig ist wässrig und von schlechter Qualität.

Philibert Assine war begeistert von der Idee, Bienenköniginnen zu züchten und den Honig unter Schonung der Waben zu schleudern. Auch die Idee von Kooperativen zur Kühlung und Vermarktung fand Anklang. Assine ist Mitglied einer gemeinnützigen Organisation für ländliche Entwicklung, die mit der KLB Regensburg zusammenarbeitet.

Der Senegalese besuchte auch das Landvolk Neustadt. Mit Diözesanvorstand Manfred Kellner und Kreisvorsitzender Angela Stangl sah er sich die Fischzuchtanlage in Wöllershof an und unterhielt sich mit Johann Kahl vom Biohof in Botzersreuth. Die Tröpfchenbewässerungsanlage Kahls für den Gemüseanbau imponierte ihm sehr. In Almesbach begegnete er zum ersten Mal einem Melkroboter.
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