Serenade wie bei Königs zu Hause

Es gibt sie doch noch, die sonnig warmen Abende mit Biergartenstimmung und toller Musik. Einen geradezu königlichen genossen zahlreiche Gäste - allerdings noch mit Pullover - bei der Serenade in der Freizeitanlage.

Dritter Bürgermeister Heribert Schubert begrüßte das gut gelaunte Völkchen beim Pavillon an der Naab. Er versprach "eine Band mit königlicher Qualität", als er Markus Königs "King-Size Big-Band" ankündigte. Im Gepäck hatten sie die Premiere einer "Tribute to Count Basie". Unglaublich viel Spaß habe man bei den Proben gehabt, bekannte König immer wieder. "Wir huldigen damit einem der besten Big-Band-Leader aller Zeiten.

Den Auftakt machte ein Stück von Gordon Goodwin, bevor die Bläser und ihre Kollegen mit "Splanky" den Count-Basie-Reigen eröffneten. Weiche Saxophontöne zauberte Sebastian Wurzer in seinem Solo. Michael Bertelshofer startete das Stück "Bluesmachine" mit trillernd weichen Pianoläufen. Es dauerte nicht lange, bis die Zuschauer mit Köpfen und Füßen den Takt der beschwingten Musik unterstrichen.

Ein stetiger Wechsel von sanft einschmeichelnden und flott swingenden Melodien begeisterte das Publikum, ob es sich nun um einen "Little Darling" handelte oder um eine "Blues Queen". Die Soli von Andreas Mederl (Trompete), Roman Chwalinski (Altsax) und immer wieder Sebastian Wurzer (Tenorsax) ernteten viel Applaus.

König freute sich, dass unter den Zuschauern auch Kollegen anderer Big-Bands anwesend waren. Mit der untergehenden Sonne spielten die "King-Sizes" Arrangements von Sammy Nestico, dem großen Arrangeur und Komponisten bei Count Basie. Beim beschwingten "Hay Burner" ging das Publikum wieder mit dem ganzen Körper mit. Die "Lonely Street" war vom selben Arrangeur, zum Ausgleich langsam und melancholisch. Nicht fehlen durfte Count Basies bekannter Titel "Moten Swing", komponiert von dem Jazzpianisten Bennie Moten, den viele Swing-Big-Bands auf ihrer Setlist haben.

Das temperamentvolle "Count Bubba's Revenche" von Gordon Goodwin sollte der Schlusspunkt sein, doch das Publikum forderte klatschend und pfeifend noch zwei Zugaben. So blies sich Bandleader Markus König nochmals bei "Blues in Frankie's Flat" von Frank Forster die Seele aus dem Leib. Auch die Solisten an Piano, Trompete und Posaune gaben nochmal alles, bevor die Dunkelheit das Lesen der Noten auf den Notenblättern unmöglich machte.
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