Silke Kneidl ist als Energieberaterin des Landkreises nicht nur bei den Bürgern gefragt
Die Frau fürs Warme

Das nennt man wohl gut ausgelastet: Kaum hatte sich Silke Kneidl am Dienstag als neue Energieexpertin des Landkreises dem Umweltausschuss des Kreistags vorgestellt, hatte auch schon jeder eine Idee, was die Fachfrau demnächst mal machen sollte: Vereine ansprechen, mit dem ETZ Weiden zusammenarbeiten, Bürgerversammlungen besuchen oder eine Ausstellung zum Klimawandel organisieren.

Doch Kneidl ist in erster Linie Energieberaterin und daher Ansprechpartnerin für Bürger und Kommunen, wenn es um Stromsparen, Dämmung oder Wärmeverlust geht. Die Pressatherin wechselte im April aus der Wirtschaft ans Landratsamt. Sie hatte sich auf die Stelle des pensionierten Energiepapstes Alois Vollath beworben.

Von Gebäuden versteht sie eine Menge. Nach einer Bauzeichner-Lehre studierte sie Bauingenieurwesen und arbeitete danach zwölf Jahre bei der Firma Pravida in Pressath, wo sie Projekte vom Einfamilienhaus bis zur Gewerbehalle betreute.

Zu ihren Aufgaben bei der Kreisbehörde gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu hatten die Kreisräte die eingangs erwähnten Anregungen. Nicht einig sind sie sich allerdings, wie eng Kneidl und der Kreis mit dem Energietechnologischen Zentrum Weiden (ETZ) zusammenarbeiten sollten. Stephan Oetzinger (CSU) warnte vor überzogenen Erwartungen. Das ETZ arbeite schließlich "nicht für Gotteslohn". Rita Wiesend (ÖDP) und Klaus Bergmann (Grüne) sind wesentlich euphorischer. Wiesend meinte auch, dass die Energieberatung des Landratsamtes ruhig etwas bekannter werden dürfte.

Margit Kirzinger (SPD) warb dafür, Silke Kneidl sich zunächst auf ihre Arbeit konzentrieren zu lassen. Denn die Neue hat selbst auch einige Vorschläge. So legte sie den Bürgermeistern das Energiecoaching der Regierung der Oberpfalz ans Herz. Dabei sollen die Gemeinden bis Ende November Einsparvorschläge machen, die dann auf Tauglichkeit geprüft werden. Private Bauherren können unter Telefon 09602/795210 mit Kneidl Kontakt aufnehmen und sich Tipps für Umbauten oder Fördermöglichkeiten holen.
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