Spektakel für Senioren

Es muss nicht immer "Haute Couture" sein, bewies diese etwas andere Modenschau.

Bürgermeister Rupert Troppmann gab den Startschuss zu einem grandiosen närrischen Spektakel. Der Seniorenfasching in der vollbesetzten Stadthalle hatte es wieder einmal ganz schön in sich.

In den Garderoben ging es zunächst zu wie im Bienenstock, denn bei der umjubelten Premiere des Katholischen Frauenbundes zum Thema "Atemlos mit Kindern und Frauen aus Neustadt und der ganzen Welt" unter der Regie von Carmen Puhane wirkten über 100 Personen mit. Eröffnet und moderiert wurde der Auftritt von einer Wahrsagerin (Stefanie Hetz). Sie war die Krönung. Auf wunderbar wundersame Weise sah sie die kommenden Stunden voraus.

Zwerge und Kicker

Der Faschingsverein mit Prinzenpaaren und Garden zog in prächtigen Kostümen und hoheitlichen Gewändern in den Saal. Ein Auftritt reihte sich an den nächsten. Es folgten begeisternde Tänze der Kindergarde als "Zwerglein" mit dem Funkenmariechen und der Jugendgarde. Nahtlos fügte sich die Fußball-Choreographie der DJK-Mädchengymnastik unter Leitung von Tanja Kippes an. Die Kinder marschierten in Trikots und übergroßen Bällen ein. Sie überzeugten gemeinsam mit den Teenies der Tanzgruppe. Unter Leitung von Brigitte Steger glänzten die "Golden Girls" in glitzernden Shirts. Den Vogel schossen auch die Münchner Marktfrauen ab. Im Schlepptau hatten sie die Ratschkatl vom Viktualienmarkt - großartig dargestellt von Maria Färber. Sie bekam sich auf amüsante Weise mit einem Markthändler (Stadtpfarrer Josef Häring) in die Wolle.

In der Wolle

Zwischendurch sagte die Hellseherin Bürgermeister Troppmann eine lange Zukunft im Rathaus voraus. Es folgte ein Sketch über Gesundheit. Berühmt von früheren Aufführungen sorgten Erna Hauer und Anni Jakob für beste Unterhaltung. Besuch aus Russland symbolisierten drei übergroße "Petruschkas".

Regina Schmid und Waltraud Näger zeigten, wie es in einem Eheanbahnungsinstitut zugeht. Der verschrobene Junggeselle fand aufgrund seines Bankkontos gleich die Vermittlerin als Gattin. Mitglieder des Frauenbundes präsentierten Mode aus verstaubten Kleiderschränken und glänzten in festlicher Eleganz und bäuerlichem Stil. Als Moderatorin fungierte Stadträtin Marianne Lebegern. Ein weiterer Höhepunkt war die "Sister-Act"-Nummer. Filmreif rockten die "Nonnen" zur berühmten Musik. "Sänger" Renate Weiß lobte die Vorzüge seiner Traumfrau mit den Worten: "Aber schön muss sie sein."

Im großen, bunten Finale verabschiedeten sich die Mitwirkenden unter großem Applaus von den Senioren. Mit dem abschließenden Auftritt des Faschingsvereins endete der gelungene Faschingsnachmittag für die Senioren.

Prächtig organisiert

Die Organisation lag in den Händen von Stadträtin Gabi Fröhlich. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Musiker Thomas und Michael, während Horst Washausen die Technik und die Einspielung der einzelnen Musikstücke in bewährter Weise hervorragend managte. Der Frauenbund sorgte für die Bewirtung und hatte ein tolles Buffet vorbereitet, wozu die Stadt Kuchen und Kaffee spendierte.
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