Stadt aktualisiert Vereinbarung mit Soldatenkameradschaft - Bestattungsgebühren nicht angetastet
Artillerie bleibt gut in Schuss

Kanonier Karl Stock prüft die korrekte Aufbewahrung der Utensilien für die Salut-Kanone der Soldatenkameradschaft. Die Stadt erneuerte jetzt eine Vereinbarung zu Unterbringung und gegebenenfalls Transport des Tresors. Bild: Schönberger
Lokales
Neustadt an der Waldnaab
07.02.2014
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"Wir müssen alles tun, damit unsere Artillerie einsatzbereit ist, denn im Umland lauert stets Gefahr." Mit diesen markigen Worten und einem verschmitzten Lächeln im Gesicht rief Bürgermeister Rupert Troppmann den sechsten Tagesordnungspunkt in der öffentlichen Sitzung des Stadtrats auf.

Die Herren und eine Dame des Gremiums quittierten den Satz mit Gelächter. Hintergrund war eine Vereinbarung mit der Soldatenkameradschaft 1873 über die Unterbringung und den Transport der Salut-Kanone sowie des Tresors, in dem das zugehörige Schießpulver lagert.

Mit der Entscheidung, den 1991 zwischen Stadt und Reservisten geschlossenen Vertrag zu aktualisieren, steht dem Einsatz der Böllerkanone, die auf einem Schießwagen genannten Anhänger fest montiert ist, bei Beerdigungen und am Volkstrauertag auch in Zukunft nichts mehr entgegen. Die Erneuerung der Abmachung war aus versicherungstechnischen Gründen notwendig.

Für Aufregung in der Bevölkerung hatte das Thema Friedhofs- und Bestattungsgebühren auf der Tagesordnung gesorgt. Rathauschef Troppmann berichtete im Stadtrat von einigen Anrufen, die ihn deswegen erreicht hätten. Dabei ging es bei der anstehenden Entscheidung nicht um die Höhe der Gebühren, sondern lediglich darum, zwei Fehler bei der Abfassung der Satzung zu bereinigen. Troppmann: "Inhaltlich hat sich nichts geändert." Ergänzt wurde die Größe von Urnengräbern, die 75 Zentimeter lang und 55 Zentimeter breit sind. Der Abstand zur nächsten Begräbnisstätte beträgt 40 Zentimeter. Auch bei den Gebühren bleibe alles beim Alten. Ein Urnengrab kostet weiterhin 95 Euro für die Dauer von 15 Jahren. Ohne große Diskussion erfolgte auch der einstimmige Beschluss, den ehrenamtlichen Wahlhelfern eine Entschädigung von 30 Euro pro Tag zu zahlen. Diesen Betrag gab es bereits beim Urnengang 2008. Um 50 auf 300 Euro aufgestockt hat die Stadt den Zuschuss für das Fifty-fifty-Taxi des Kreisjugendrings.
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