Stadträte grübeln über Anschluss von "Rumpler III" an die B 15 nach
Kostentreiber Kreisverkehr

Ein Kreisverkehr zur Anbindung des Baugebiets "Rumpler II" an die B 15 wäre eine feine Sache. Aber auch eine sündteure. Daher hätte sich die Stadt gefreut, den Bund als Eigentümer der B 15 für die Finanzierung ins Boot zu holen. Doch der hat ganz andere Pläne und will die Bundesstraße in diesem Bereich zur Ortsstraße abwidmen.

Damit hat die Stadt ein Problem, erklärte Bürgermeister Rupert Troppmann im Bauausschuss. Da es keine Förderung für den Kreisverkehr gibt, müsste die Stadt alleine 500 000 Euro stemmen. Der Rathauschef rudert daher zurück: "So groß sind die Verkehrsströme nun auch wieder nicht." Vielleicht gäbe es eine Alternative.

Vielleicht Ampel

Die Fraktionen einigten sich schließlich darauf, das Planungsbüro Schmid & Kollegen aus Regensburg um Rat zu fragen. Die Stadträte selber hätten auch schon einige Ideen. Alois Zehrer (CSU) brachte eine Ampel ins Spiel. Ihm würde ferner ein Übergang aus der Gramau zum Sportplatz gefallen. Martin Filchner (SPD) will nur ungern vom Kreisverkehr abrücken: "Da donnert schon viel Verkehr raus und rein. Vielleicht ginge so ein Kreisverkehr auch billiger?" Troppmann gab zu bedenken, dass so ein Rondell aber auf jeden Fall den Radius für einen Lkw samt Hänger hergeben müsste. Die Freien Wähler Zacharias Rebl und Gerhard Steiner könnten sich sowohl den Kreisel als auch einen Fußgängerweg mit Ampel vorstellen.

Ferner müssen sich die Räte überlegen, wie sie die Zahl der Parkplätze am Stadtplatz reduzieren. Das verlangt die Regierung der Oberpfalz. Denn sie hat den Bau der Tiefgarage nur gefördert, wenn mehr Autos vom Stadtplatz verschwinden. Thomas Hauer (CSU) würde gerne den Parkplatz der "Deutschen Eiche" und die Freyung in diese Pläne mit einbeziehen. Troppmann ist skeptisch: "Jeder Standort hat ein anderes Parkverhalten."

Ein Problem sind fehlende Motorradstellplätze. Zweiradfahrer hatten in der Vergangenheit in der Stadtmitte oft darunter gelitten, dass sie ein Knöllchen bekamen, weil sie keine Parkscheibe angebracht hatten. Troppmann hat Verständnis für den Ärger der Motorradbesitzer und brachte ein bis zwei Stellflächen bei der Zufahrt zur Tiefgarage oder auch bei der Firma Enslein ins Spiel.

Filchner schlug vor, das Problem dadurch zu lösen, dass die Hinweisschilder oben und unten am Stadtplatz ein Zusatzschild "Zweiräder frei" erhalten könnten. Auf den bestehenden Schildern wird auf die Parkscheibenregelung hingewiesen.

Schild oder nicht Schild

Die wird aber gern übersehen, monierte Steiner, weil die Schilder eben nur an den Stadtplatz-Eingängen stehen. So hätten am Tag der Firmung in der Stadtpfarrkirche nach dem Gottesdienst viele auswärtige Besucher eine böse Überraschung erlebt. Sie hätten Strafzettel hinter der Windschutzscheibe gehabt, weil die Parkscheibe fehlte.

Troppmann teilte mit, dass zurzeit überprüft wird, ob die beiden Schilder ausreichen. Er selbst ist kein Freund einer weiteren Hinweistafel - Stichwort Schilderwald - "und in Tempo-30-Zonen klappt das doch auch".
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