Stadtrat diskutiert Anregungen und Einwände für "Rumpler III" - Mehrfamilienhäuser als ...
Ohne Zaun, kein Türverbot

Lange Zeit nahm die Behandlung der Einwände zum geplanten Baugebiet "Rumpler III" im Stadtrat in Anspruch. Die größten Probleme waren das fehlende Schallschutzgutachten und eine Lösung für die künftige Zufahrt zu einigen landwirtschaftlichen Flächen nördlich der geplanten Bebauung und östlich des DJK-Geländes.

Stichstraße oder "T"

Die verbliebenen Äcker und Wiesen werden nach dem Bau der Häuser wohl über den Wanderweg im Norden und eine T-förmige Verbindung zu erreichen sein. Zumindest wird dies nun geprüft. Alternative wäre eine Anbindung über eine Stichstraße im Neubaugebiet selbst, die Planer Florian Müller als weniger geeignet ansah.

Um das Baugebiet ausreichend gegen den Lärm abzuschirmen sei eine sogenannte Riegelbebauung hin zur Straße und zur DJK geeignet, erläuterte der Architekt. Ob zwei- oder dreigeschossig sei egal. Eine Schallschutzwand bringe dagegen nicht die für die Nacht geforderten Werte. Das entsprechende Gutachten wurde mittlerweile nachgereicht.

Lediglich Kenntnis nahm der Stadtrat von der Anregung des Amtes für Landwirtschaft, das in den Zäunen zu den Feldern keine Gartentürchen genehmigt haben wollte. Es werde keine Vorschrift geben, dass die Häuslebauer ihre Grundstücke einzäunen müssten, sagte Bürgermeister Rupert Troppmann. "Damit können wir auch die Türen nicht verbieten."

Der Rathauschef war sich mit dem Gremium einig, den Bauherrn möglichst wenige Vorschriften machen zu wollen. Ein klares Nein schmetterte Troppmann der Telekom entgegen, die sich nicht auf eine verbindliche unterirdische Verlegung der Kabel festlegen lassen wollte. Lediglich Kenntnis nahm das Gremium von der Ablehnung des gesamten Projekts durch den Bund Naturschutz, der bemängelt hatte, dass die Parzellen mit 750 Quadratmetern zu groß seien.

Änderung einarbeiten

Nun werden die Änderungen in den Plan eingearbeitet, und dieser wie vorgeschrieben erneut ausgelegt. Nach Inkrafttreten des Bebauungsplans folgt das Umlegungsverfahren. Nach dessen Abschluss starten möglichst ab Ende 2015 die Erschließungsarbeiten und damit auch die Möglichkeit für die ersten Bauherren, die Bagger anrollen zu lassen.
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