Stufenweise Demontage

Am Montag hat die Firma Kutscher die Baustelle eingerichtet, am Dienstag waren ihre Mitarbeiter schon fleißig dabei die Stufen der Treppe zwischen Schulbühl und Fröschau abzutragen. Bild: Hartl

Sie sieht gut aus, gehört zur Schokoladenseite der Stadtansicht und war für unzählige Neustädter der Weg zum Kindergarten. Nur leider ist die Fröschautreppe nicht mehr sicher. Seit Montag wird sie erneuert.

Die Firma Kutscher aus Altenstadt hatte dafür mit 89 000 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Die steile Verbindung wird komplett demontiert und neu aufgebaut. Die Stadt hatte auch geprüft, ob die Jahrhunderte alten Stufen dabei wieder verbaut werden können. "Das geht leider nicht, sie sind einfach abgenutzt", sagt Bürgermeister Rupert Troppmann. "Dafür kommen neue Stufen aus Flossenbürger Granit."

Auch eine kleinere Maßnahme hätte nichts gebracht. Bereits vor einigen Jahren waren die Wangen herausgebrochen. Der Bauhof hat versucht, das zu richten - leider hat es nicht gehalten.

Nun kommt also die große Lösung, für die sich die Stadt im April 2014 entschieden hat. Das Thema Barrierefreiheit musste sie dabei ausblenden. "Die Treppe ist zu steil. Da wäre nur ein Aufzug möglich", erklärt Troppmann. Die Arbeiten sollen vier Wochen lang dauern. Wenn dabei ein Bagger oder eine andere schwere Baumaschine benötigt wird, ist die Fröschaustraße gesperrt. Sie soll aber stets von einer Seite einfahrbar sein. Die Treppe wird laut Chronist Heinrich Ascherl erstmals 1828 erwähnt. Damals war in diesem Zusammenhang auch noch von einem "Thürl in der Stadtmauer" die Rede.
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