Unter Dämonen

Jan Schwarz präsentiert Roman Nummer vier. Er heißt "Irgonas Geschichte". Bild: phs

Das können wohl die wenigsten 17-Jährigen von sich behaupten: Bis zum Abitur im nächsten Jahr wird Jan Schwarz vier Romane veröffentlicht haben.

Der Gymnasiast aus Krummennaab hat im Lauf von sechs Jahren eine Fantasy-Trilogie auf den Markt gebracht, der er nun einen Prolog auf mehreren Hundert Seiten vorschaltet. Wie alles begann vor 5000 Jahren - sozusagen die "Episode 1", sofern der Leser "Star Wars" kennt.

Das neueste Werk heißt "Irgonas Geschichte" und im Untertitel "Der Gefildenkrieg". Es ist wie die übrigen Bücher im Regensburger Best-Off-Verlag erschienen. Zur Handlung: Im Lande Irgona leben Geschöpfe des Lichts aus dem Norden, die von Dämonen aus dem Süden bedroht werden. Der gute Held ist der Magier Vlaworin, der Böse ein Mensch namens Ardìk. Das Ganze erinnert natürlich an den "Herrn der Ringe" und andere Genre-Klassiker. Die bisher erschienenen Bände heißen "Der Zwölfte Orden". Nach dem Abitur soll ein neues Werk folgen. Wieder Fantasy, wieder die ganz großen Themen: das Jenseits, das Licht und Finsternis hervorbringt.

Doch bevor es soweit ist, will Jan Schwarz die Zwölfter-Orden-Trilogie straffen und bis Herbst in einem einzigen 1000-Seiten-Band zusammenfassen. Den kann man dann separat lesen oder im Zusammenhang mit "Irgonas Geschichte".

"Der Verlag war von der Idee, die drei Bände zusammenzulegen, ganz begeistert", sagt der Autor. Er weiß inzwischen, worauf es ankommt. Klar, als er sein erstes Buch begann, war er gerade mal elf, nächstes Jahr ist er volljährig. Da ändern sich Stil, Sprache und Denke.

Was sich nicht geändert hat, ist die Unterstützung durch die Schule. Rektor Dr. Anton Hochberger und andere Lehrer haben ihren Schützling immer ermuntert, zu schreiben. Das gefiel Jan jahrelang so gut, dass er Gymnasial-Lehramt studieren wollte. Inzwischen hat er seine Pläne geändert. Er möchte sich in Regensburg für Politikwissenschaften und Geschichte einschreiben und sich nebenbei politisch bei "Die Linke" engagieren.

"Ich weiß, die sind bei uns nicht gerade populär", entschuldigt er sich fast dafür. Aber wer in seinen Büchern bataillonsweise Dämonen, Tyrannen und andere Finsterlinge aufmarschieren lässt, sollte vor der Politik keine Angst mehr haben.
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