Unterricht und Schokoeis

Wenn schon Unterricht, dann doch im Freien. Die Gymnasiasten nutzten das schöne Wetter, um unterm Sonnenschirm zu pauken. Die Grundschüler durften bereits nach der vierten Stunde nach Hause. Allerdings nicht wegen Hitzefrei, sondern weil das Schulfest am Wochenende ansteht. Bilder: Huber (2)

Grundschüler stürmen um 11.30 Uhr aus der Schule raus. Etwa zur selben Zeit müssen die Gymnasiasten noch pauken. Sie tun es im Freien. Jede Schule hat eine eigene Methoden, um den hohen Temperaturen Herr zu werden.

(doz/lba) Hitzefrei ist eine Möglichkeit. Nicht alles Schulen schicken die Buben und Mädchen früher nach Hause:

Im Gymnasium gibt's keinen früheren Unterrichtsschluss. Dr. Anton Hochberger argumentiert: "Es wäre ein falsches Signal an die Kinder. Wenn sie einen Beruf ergreifen, bekommen sie auch kein Hitzefrei." Zudem würden aktuell noch Noten produziert. Dennoch denkt der Rektor an seine Schüler. Unterricht ist auch im Freien möglich. Außerdem erklärt er: "In der letzten Schulwoche kann man schon mal sagen, dass um 13 Uhr Schluss ist."

Der Rektor der Mittelschule , Heribert Zeis, meint: "Wir sind natürlich in der Pflicht." Bevor die Schüler umfallen, müsse man handeln. Heißt konkret: Am Montag ist wahrscheinlich nach der vierten oder fünften Stunde Ende. Wie es am Dienstag aussieht, sei noch ungewiss.

Grundsätzlich gewährt die Lobkowitz-Realschule laut Rektor Johannes Koller Hitzefrei. Vorausgesetzt es passt alles zusammen: hohe Temperaturen und ein geregelter Busverkehr, wenn die Schüler früher aus haben. Bisher gab es noch keinen vorgezogenen Unterrichtsschluss für die Buben und Mädchen. Nächste Woche könnte es aber soweit sein: "Wir denken intensiv darüber nach, wenn das Wetter so bleibt."

Ein konkretes Verbot von Hitzefrei gibt es nicht, aber "Eltern sehen es nicht gerne", sagt die Konrektorin der Grundschule, Christine Langhammer. Es erwecke scheinbar schnell den Eindruck, dass "die Kinder heimgeschickt werden, damit die Lehrer ins Freibad gehen können". Da aber dieses Wochenende das Schulfest mit Theateraufführung auf dem Plan steht, haben die Kinder nach den Proben früher aus.

"Nicht am Freitag und auch sonst nicht." Die Ansage von Rainer Hetz, Rektor der St.-Felix-Schule, ist eindeutig. Es sei nicht so einfach, die Schüler einfach nach Hause zu schicken. Eine Ganztagsklasse und "sieben oder acht Busse", auf die die Schüler angewiesen seien, sprächen dagegen. Zwei Trostpflaster gibt es: Der Unterricht wird in kühlere Räume verlegt. Außerdem schleckten die Kinder diese Woche schon Schoko- und Vanilleeis. (Angemerkt)
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