VdK startet Inklusions-Programm mit Sechstklässlern - Kinder sammeln Erfahrungen auf Parcour
Wie ein Blinder in der Schule unterwegs

Die Integration von Menschen mit Behinderung ist ein großes gesellschaftliches Anliegen. Der Sozialverband VdK hat es sich auf die Fahnen geschrieben, dass es nicht nur bei leeren Worten bleibt. Er beteiligt sich auch an der Umsetzung. Mit Sechstklässlern ging der Sozialverband den Schwierigkeiten und Möglichkeiten nach, die Menschen mit Behinderung haben.

VdK-Schulbeauftragte Beate Götz hatte für die Mädchen und Buben einen Parcour aufgebaut. Dabei galt es, mit verbunden Augen auf ein Ziel zu werfen, einen Gegenstand zu erfühlen, mit dem Blindenstock Treppen zu steigen sowie Essenzen am Geruch zu erkennen. Die Kinder lernten dabei, wie Menschen mit Behinderung durch den Alltag gehen.

Im Nachgang besprach Götz mit den Schülern die Gefühle und Eindrücke, die sie bei den unterschiedlichen Aufgaben hatten. Alle waren sich einig, dass sie Menschen mit Behinderung jetzt aus einem anderen Blickwinkel betrachten würden.

Rektor Heribert Zeis freute sich, dass zum Projektstart auch Kreisvorsitzender Josef Rewitzer, Ortsvorsitzender Peter Pöllath, Isolde Merkl von der Förderschule sowie Schulreferent und zweiter Bürgermeister Heinrich Maier gekommen waren. Sozialwissenschaftler Marian Indlekofer, VdK-Referent für die Belange von Menschen mit Behinderung, war aus München angereist. Er ist der Vater der Aktion "Inklusion und Bildung".

Die Arbeit in den Schulen orientiere sich am Lehrplan, sagte er. Fächerübergreifend wolle man den Kindern das Thema Behinderung in der Schule und Freizeit näherbringen. Maier wies darauf hin, dass für die Integration ein großer Klassengeist gefragt sei. Die Stadt werde die Schule in Sachen Inklusion unterstützen.
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