Viel Sonne, wenig Blut

Die Aktion der Etzenrichter Kirwaleit kann Leben retten. Denn das Blut, das die Burschen und Moidln spendeten, wird momentan dringender denn je gebraucht. Bild: war

Es gibt auch Menschen, denen das momentan gute Wetter Sorgen macht. Rainer Endres etwa. Er befürchtet, dass deswegen nicht genug Blut fließt.

(war/doz) Der BRK-Gebietsreferent, der für Teile Niederbayerns und der Oberpfalz zuständig ist, appelliert an die Menschen, Blut zu spenden. Endres erklärt: "Der Vorrat schrumpft. Das macht uns zu schaffen." Laut ihm sind aktuell rund zehn Prozent weniger Blutkonserven im Bestand. Das gelte für alle Regionen, also auch für den Landkreis.

2000 Konserven täglich

Die Gründe macht Endres schnell aus. Aufgrund der angenehmen Temperaturen würden die Oberpfälzer anstatt zu spenden lieber die Sonne genießen. Viele bleiben auch wegen der Grippewelle fern. Erschwerend kommt hinzu: "Sie hat noch nicht den Höhepunkt erreicht." Das bereitet Endres Sorgen. In Bayern werden täglich rund 2000 Konserven benötigt - Montag bis Sonntag. "Leukämiekranke brauchen alle drei Wochen eine Bluttransfusion", betont Endres. An erster Stelle für die Verwendung der Konserven steht die Krebsbehandlung. Es folgen Unfälle und Operationen.

Mit einem guten Beispiel gehen die Etzenrichter Kirwaleit voran. Sie unterstützten eine Blutspende-Aktion. "Uns liegt daran, andere Jugendliche und junge Erwachsene auf die Wichtigkeit der Aktion hinzuweisen", erklärte Felix Herrmann.

Sieben der zehn Burschen und Moidln waren Erstspender. Diejenigen, die kamen, kündigten an: "Das nächste Mal sind wir noch mehr." Auf die Idee kam Maximilian Rösch aufgrund eines Artikels im "Neuen Tag". Spontan trommelte er seinen Freundeskreis aus dem Verein zusammen und stellte sich als Erster mit der Bemerkung "O'zapft is" der Prozedur.

Engagierte Jugend

Die Burschen und Moidln sind auch anderweitig engagiert. Sie organisierten in der jüngsten Vergangenheit auch eine Kirchweiholympiade auf dem Sportplatzgelände und haben sich die Förderung der Dorfkultur auf die Fahne geschrieben.
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