Volksmusikabends zum Kirchweihauftakt
Vollgas gleich zum Start

"Musikalisch-wissenschaftliches Experiment", kurz MWE, nennt sich diese Kombo aus dem Bayerwald. Hinter dem akademischen Namen verbargen sich aber eher bodenständigen Klänge.

Selbst die erfahrensten Besucher des Volksmusikabends zum Kirchweihauftakt waren diesmal völlig aus dem Häuschen. "So gelacht wie heute habe ich schon lange nicht mehr", betonte ein Gast.

Diesmal kamen acht Volksmusikfreunde sogar bis aus Kitzingen wegen der Musikanten ins Gasthaus Walbert. Mit dabei waren unter anderem "De 3 Andern" aus Burglengenfeld. Der trockene Humor der Truppe um Franz Rappl kam bestens an - die Art seiner Witze erinnerte oft an Bepp Zupfer.

Bei "Bleechgfeech" sind die vier "e" wichtig, wie die Zupfer-Moidln als Moderatorinnen betonten. Von diesen fünf jungen Musikern (der jüngste war erst 16) wird man sicherlich noch mehr hören. Ihre Stücke trugen originelle Namen wie "Maxglaner Zigeunermarsch" oder "Orient-Giggerl- Express". Aber was bedeutet eigentlich "MWE Geigenmusik"?, fragten sich etliche Besucher. Die Auflösung kam umgehend: Die fünf Musikanten aus Arnbruck und Umgebung haben das "Musikalisch - Wissenschaftliche - Experiment" MWE abgekürzt. So experimentell klang es aber gar nicht. Der "Haushammer Landler" oder "Etzelwanger Schottisch" klangen eher bodenständig.

Und dann waren da ja noch die Zupfers. Zusammen mit Sigi Sterr an der Harmonika glänzen sie mit ihren Stücken. "Jessas Leit, heut gibt's a Muse" oder "Am Sunnta, dou is Kirwa". Mitsingen war erwünscht. Später verriet der Geschäftsführer der Stadt, Peter Forster, auch wie es die Zupfer-Schwestern eingefädelt hatten, dass Bürgermeister Rupert Troppmann selbst auf der Bühne mitmacht. Es geschah am letzten Faschingsdienstag im Rathaus: "Da merkst einfach jedes Seidl."

So brauchten die Gäste nicht lange gebeten werden beim Schlusslied "Ja soll denn dös a Kirwa sa?" mitzusingen. Am Ende waren sie damit noch lange nicht. Auch wenn es bereits Mitternacht war, blieben sie noch lange sitzen.
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