Von Gleissner bis Mozart: Musikgenuss auf dem Konzert der Kulturfreunde Lobkowitz
Ein harmonisches Trio

Fröhliche und melancholische Klänge schallten durch das Schloss Lobkowitz. Die Prager Pianistin Alena Hönigová, der Violinist Johannes Gebauer und Irina Alexandrowna aus Sibirien spielten beim zweiten Konzert im Alten Schloss Lobkowitz Stücke von Franz Gleissner und Wolfgang Amadeus Mozart. Bild: gag
Mit viel Energie haben die Kulturfreunde Lobkowitz ihr zweites Konzert im Alten Schloss organisiert. Vorweg: Die Darbietungen waren technisch harmonisch und überzeugend, der Funke zwischen Musikern und Publikum sprang jedoch nicht über. Trotz langanhaltenden Beifalls ließen sich die Musiker nicht überzeugen, noch eine Zugabe anzuhängen.

Oskar Schwarz begrüßte die Zuschauer mit einer kurzen Biografie von Franz Gleissner, der 1761 in Neustadt geboren wurde. Bis zu seinem Tod hat der Komponist 16 Messen, sechs Sinfonien und viele weitere Stücke geschrieben.

Fröhliches Andantino

Seine "Sonate No. 2" in F-Dur war das erste Stück, das die Prager Pianistin Alena Hönigová auf dem alten Hammerflügel von William Stodard spielte. Gemeinsam mit Johannes Gebauer an der Violine präsentierte sie das Allegro harmonisch, das Andante con Variazioni lebendig und fröhlich. Zwischen den drei Stücken waren noch Kompositionen von Johann Ludwig Dussek und Wolfgang Amadeus Mozart zu hören.

Das "Notturno Concertante" in Es-Dur von Dussek war für Violine, Klavier und Horn geschrieben. Irina Alexandrowna aus Sibirien, die seit 1994 in Deutschland lebt, übernahm die Hornstimme mit ihrer Viola. Locker und fröhlich spielte Hönigová das Andantino, durchsetzt mit leichtem Trillern der Streichinstrumente. Ausdrucksstark leitete es über zum "Tempo di Minuetto". Als Finale stimmten die Interpreten das Trio für Violine, Viola und Fortepiano "Kegelstatt-Trio" von Mozart an. Violinist Johannes Gebauer erklärte, dass dies eines der schönsten Kammermusikstücke des Komponisten sei und nicht, wie oft behauptet, beim Kegeln entstand. Hönigová freute sich, die Konzertreihe fortsetzen zu können, nachdem sie vor drei Jahren zum ersten Mal in Neustadt war. "Die Violinsonate entstand aus dieser Zusammenarbeit", erzählte sie. Für den harmonischen Kunstgenuss dankten die Kulturfreunde dem Trio und überreichten ihm Blumen.
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