Wespenärger überall - doch die Besucher der Freizeitanlage werden verschont
Wo ist die Plage, ist die Frage

"Superjahr für Wespen" - so titelte das "Oberpfalznetz". Und auch im Radio ist die "Plage" ein Dauerthema. Doch wie betroffen ist die Freizeitanlage Neustadt davon?

"Wir haben dieses Jahr eine Wespenplage", entrüstet sich der Platzwart und Betreiber des Biergartens, Edgar Bauer. Natürlich würden die Insekten jedes Jahr die Gäste belästigen. "Aber dieses Jahr ist es besonders schlimm." Doch wo kann man die Plagegeister denn nun selbst erleben? "Überall in der ganzen Anlage" lautet Bauers Antwort.

Aber so einfach, wie der Platzwart sich das vorstellt, ist es nicht. Beim Rundgang durch die Anlage fällt vieles auf: Spielende Kinder, sonnenbadene Besucher. Und daneben gut gefüllte Mülleimer - doch selbst diese Insektenmagneten sind wespenfrei. Eine einzige hat sich in einen Korb verirrt. Der Rest der Anlage zeigt auch keinen gravierenden Befall.

Also doch keine Plage in der Freizeitanlage? "Hier ist es nicht schlimm", sagt eine Frau, die mit ihrem kleinen Sohn da ist. Wenn man ein Eis esse, dann kämen sie, aber auch nicht schlimmer als sonst. "Erst seit den letzten Tagen" seien die Wespen verstärkt hier, stellt eine andere Frau fest. "Aber wir können uns nicht beschweren."

Diese Auffassung, die so gar nicht zu der Meinung des Platzwartes passt, bestätigt auch eine Mutter mit ihrem Baby. "Erstaunlicherweise bekommt man von den Wespen hier nichts mit."

Camper bleiben locker

Hitzige Diskussionen entfacht ein Camper-Ehepaar aus Hagen. Ja, man habe dieses Jahr mehr Wespen als sonst, aber die Freizeitanlage bleibe weitgehend davon verschont. "Wir haben manchmal welche in unserem Campingwagen, die muss man dann eben rausjagen." Das sei außerhalb wesentlich schlimmer. Beim Eisessen in Neustadt wurden sie schon wesentlich öfter belästigt, erklärt die Frau. Als die beiden ein Radler im Biergarten getrunken hatten, wären auch nur zwei Insekten gekommen.

Doch worüber beschwert sich der Wirt dann? "Es kommt auch drauf an, was man ihnen anbietet", lautet der Erklärungsversuch des Ehepaars. Wo es Essen gibt, da kommen sie eben auch. "Das kennen wir schon seit unserer Kindheit: Wenn man im Sommer den Kirschkuchen rausholt, schwirren sie einem um den Kopf."

"Das ist Natur. Der Sommer ist eben zu heiß", muss dann auch Wirt Bauer zugeben. Dagegen machen darf man aber auch nichts: Wespen stehen unter Naturschutz, das Sprühen von Pestiziden ist verboten. Eine Lösung für Bauer wäre das aber auch nicht. "Solche Sachen zu verspritzen, das ist nie gut."
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