Wichtiger Auswärtserfolg

Jede Aktion bei der Begegnung der DJK Neustadt bei Don Bosco Bamberg war hart umkämpft. Letztlich setzte sich das Team um Tobias Merkl (am Ball, 11 Punkte) etwas glücklich, aber nicht unverdient durch. Bild: A. Schwarzmeier

Lange sah es nicht gut aus für die Neustädter Bayernliga-Basketballer. In fremder Halle beim Angstgegner vergangener Jahre, Don Bosco Bamberg, bedeutete ein früher Rückstand nichts Gutes. Ein folgenschwerer Ballverlust brachte letztlich die Entscheidung im Duell mit dem Ex-Regionalligisten.

Er war hauchdünn, der 70:68 (31:38)-Erfolg der DJK Neustadt gegen den Dauer-Rivalen, mit dem das Team von Uwe Glaser den ersten Tabellenplatz in der Bayernliga Nord verteidigte. Wie wenig der am zweiten Spieltag aussagt, zeigt die Tatsache, dass der aktuell elftplatzierte, noch sieglose Gegner mit Sicherheit im Saisonverlauf noch eine starke Rolle spielen wird.

Umso wichtiger war der Sieg. "Auch wenn der Erfolg letztlich glücklich zustande kam, war es wichtig, dass wir gleich ein Auswärtsspiel gewonnen haben", war Glaser nach dem nervenaufreibenden, lange engen Spiel zufrieden. Vor allem mit der Moral seiner Spieler nach einem katastrophalen ersten Viertel, das deutlich mit 9:21 verloren ging.

DJK kam nicht ins Spiel

"Der Start verlief alles andere als gut, im ersten Viertel fanden wir überhaupt keinen Zugang zum Spiel. Offensiv war viel zu wenig Bewegung und in der Verteidigung haben wir nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", analysierte der Coach. Glaser reagierte und nahm schon im ersten Viertel seine beiden Auszeiten.

Es wirkte. Im zweiten Viertel arbeitete sich die Mannschaft über jetzt deutlich bessere Defense zurück ins Spiel. Erzwungene Ballgewinne wurden häufig durch Fastbreaks abgeschlossen. Bis zur Halbzeit behauptete die Heimmannschaft nur noch einen kappen Vorsprung (36:31).

Das Spiel war danach bis zum Ende ausgeglichen. In der Folge sah der DJK-Trainer Licht und Schatten in der Spielgestaltung seiner Akteure: "Wir ließen zwar immer wieder einfache Punkte zu, aber offensiv trafen wir jetzt bessere Entscheidungen. Leider verpassten wir es aber, bei Stand von 66:61 den Deckel drauf zu machen."

So kämpften beide Mannschaften bis zum Schluss verbissen um den Sieg. Bei 68:68 gelang Neustadts bestem Werfer Terrence Gibson (19 Punkte) 25 Sekunden vor dem Ende die Partie der entscheidende Ballgewinn. Bamberg hatte bei dem letzten Angriff noch zwei gute Möglichkeiten, die Verlängerung zu erreichen, konnte diese aber nicht verwerten. Glaser konnte durchatmen: "Obwohl wir noch lange nicht dort sind, wo ich sie hinhaben möchte, muss ich den Spielern ein Kompliment machen. Wie sie sich zurück ins Spiel gekämpft haben, war sehr gut."
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