Wieder Tabellenführer

Der DJK Neustadt gelang beim ungefährdeten 80:66-Sieg gegen Erlangen fast alles. Bild: Büttner

Es war eine sehr einseitige Begegnung in der Neustädter Gymnasiumhalle. Die DJK-Basketballer beherrschten die Gäste vom TB Erlangen deutlich. Satte 27 Punkte betrug im dritten Viertel die Führung. Doch dann änderte sich etwas - und der TB holte auf.

Uwe Glaser hatte das aber einkalkuliert, nahm es billigend in Kauf. Hatte er doch in weiten Teilen der zweiten Halbzeit den Spielern seiner Ersten Fünf Verschnaufpausen gegönnt. Trotzdem war er mit dem Verlauf der Partie, die sein Team mit 80:66 (51:27) gewann, nicht ganz glücklich: "Insgesamt kann man mit dem Spiel zufrieden sein. Wir haben drei Viertel lang konzentriert gespielt. Das letzte Viertel hat mir aber nicht gefallen. Da haben wir, auch wenn ich vor allem die Bankspieler eingesetzt habe, nicht mehr mit dem nötigen Ernst agiert. Dies sah der Perfektionist Glaser aber etwas zu negativ. Obwohl oft drei junge, unerfahrene Spieler gleichzeitig spielten, konnte Erlangen lange nicht verkürzen. Erst im Schlussabschnitt gelang es dem TB mit erfolgreichen Distanzwürfen ihrer Scorer Martin Borgmeier (16) und Jakob Krüger (11) noch Ergebniskosmetik zu betreiben.

Powerplay der Neustädter

Davor sahen die Neustädter Fans, von denen trotz des Feiertags erfreulicherweise knapp 130 gekommen waren, einen schwungvollen Auftritt ihrer DJK. Dem Dauerdruck war der Tabellenzehnte nicht gewachsen. Mit einer konzentrierten Verteidigungsarbeit verbuchte Neustadt etliche Ballgewinne und münzte sie teilweise mit schönen Kombinationen in Punkte um. Bereits nach drei Minuten lag das Team mit 10:1 und nach sechs Minuten 18:4 in Führung. Auch im zweiten Viertel überzeugte die DJK. Neben Topscorer Michael Kurz (19 Zähler) punkteten vier weitere Spieler zweistellig für ihr Team, das nun vor der punktgleichen DJK Schweinfurt an der Tabellenspitze der Bayernliga Nord steht.

Als in der zweiten Hälfte etwas die Luft aus dem Spiel heraus war, schlichen sich jedoch Leichtsinnsfehler ein. Vergleichsweise leichte Bälle wurden nicht verwandelt und Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt. Hier sah Glaser das größte Verbesserungspotenzial: "Es wurde nicht mehr als Mannschaft gespielt. Das sind Dinge, die in so einem Spiel zwar keine entscheidende Auswirkung haben, doch müssen wir lernen, die Konzentration 40 Minuten hoch zu halten. Es kommen noch schwerere Aufgaben auf uns zu."
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