Windel, Word und Werkbank

Bürgermeister Jens Meyer, Landrat Andreas Meier (von links) und Geschäftsführer Thomas Würdinger von der Agentur für Arbeit (rechts) sind die Schirmherren des Wettbewerbs "Familienfreundliches Unternehmen 2015". Er wird unterstützt von der Arbeitsgruppe des lokalen Bündnisses für Familien mit Heike Braun, Michael Richthammer, Barbara Mädl, Margot Salfetter und Monika Langner. Bild: bey

Heute würde gegen so einen Namen wohl ein Shitstorm im Internet losbrechen. Johanna Frank gründete 1890 in Weiden eine "Kinderbewahranstalt". Was lieblos klingt, war für Frauen ein enormer Fortschritt. Daher winkt familienfreundlichen Unternehmen in der Region heute die Chance, den "Johanna-Frank-Preis" zu gewinnen.

Am Dienstag fiel im Landratsamt der Startschuss für den "Wettbewerb familienfreundliches Unternehmen 2015". Dieser Wettbewerb soll regionale Erfolgsgeschichten öffentlich machen, wie Beruf, Familie und geschäftlicher Erfolg zu vereinbaren sind. Hinter dem Wettbewerb stecken die Schirmherren des lokalen Bündnisses für Familie Weiden-Neustadt, Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Jens Meyer aus Weiden und Thomas Würdinger von der Agentur für Arbeit.

Sie stellten einen Fragebogen für Unternehmen vor. Aufgegliedert ist der Wettbewerb in drei Gruppen, abhängig von der Zahl der Beschäftigten. Die Gewinner erhalten bei einem Festakt mit Arbeitsministerin Emilia Müller am 17. Juli 2015 ihre Trophäe. Bürgermeister Meyer dankte dem Lionsclubs aus Weiden und Neustadt/WN für die Spende des Preises.Michael Richthammer vom Lionsclub Weiden betonte, dass eine Firma nur dann erfolgreich sein könne, wenn sie sich um ihre Mitarbeiter kümmere. Deshalb solle der Wettbewerb für die Firmen auch Ansporn sein, ihre Abläufe im Sinne der Familienfreundlichkeit zu lenken.

Heike Braun vom BIZ-Team Neustadt bescheinigte vielen Betrieben bereits gewaltige Fortschritte. Der Wettbewerb solle zeigen, dass auch kleinere Firmen Arbeitsplätze schaffen können und der Betrieb weiterläuft, wenn beispielsweise ein Kind einer Mitarbeiterin erkrankt ist und sie deshalb zu Hause bleibt. Interessierte Firmen können sich den Fragenbogen bei Margot Salfetter von der Agentur für Arbeit unter der E-Mail-Adresse Weiden.BCA@arbeitsagentur.de oder per Telefon 0961/4 017 610 anfordern sowie im Internet unter www.zukunftfuerfamilie.de herunterladen.

Jury kommt zu Besuch

Eine aus Experten besetzte Jury mit Vertretern aus dem Bündnis, der Wirtschaft, IHK und Handwerkskammer, Gewerkschaft und Hochschule trifft zunächst eine Vorauswahl aus den eingegangenen Bewerbungen, um dann anschließend die Unternehmen zu besuchen und sich vor Ort über die Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit zu informieren.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.