Zertifizierungsurkunde für Geopark Bayern-Böhmen - Umweltminister Söder singt Lobeshymne
Jubel über "Gütesiegel auf Zeit"

Der Geopark Bayern-Böhmen hat einen neuen Rahmen - mit Urkunde drin. Dabei handelt es sich nicht um schön bedrucktes Papier, sondern um eine "wichtige Weichenstellung", wie es Landrat Simon Wittmann formulierte. Der Vorsitzende des Trägervereins war am Freitag in der Kapelle des Landratsamts stolz auf die Zertifizierung als Nationaler Geopark und über die Lobeshymne von Markus Söder.

"Wir wollen einer renommierten Liga angehören und keiner Reihe gescheiterter Organisationen", sagte Wittmann an die Adresse der politischen Wegbegleiter und ehrenamtlichen Mitstreiter. Der grenzüberschreitende Geopark ist nach dem Geozentrum das zweite "steinerne Kind" der Region, das nach kurzer Lebenszeit bereits prächtig gediehen ist. Und nun die Anerkennung durch die "GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung". Da ist etwas Besonderes gewachsen.

Darüber hinaus hat der Trägerverein mit Sitz in Parkstein, der vor einem halben Jahr gegründet worden war, eine hoffnungsvolle finanzielle Perspektive. Gerade noch rechtzeitig hatte die Regierung der Oberpfalz einen Förderbescheid über 539 042 Euro als "Anschubfinanzierung zur selbstständigen Lebensfähigkeit" rausgeschickt. Am Donnerstag lag die frohe Botschaft auf dem Schreibtisch des Landrats. "Wenn der Bescheid heute nicht dagewesen wäre, hätte ich es natürlich gleich kritisiert", spöttelte Wittmann, der sich stattdessen bei Söder artig bedankte. Der Minister stellte im Gegenzug die Bedeutung der Geoparks heraus, von denen es bundesweit 14 gibt, drei davon sind in Bayern beheimatet - das Nördlinger Ries, Bergstraße-Odenwald und das bayerisch-böhmische Gemeinschaftsprojekt.
"Wir wissen soviel von der Welt und sowenig von der Heimat", kritisierte Minister Söder in seiner Laudatio. Um so höher sei die Bedeutung geologischer Projekte einzuschätzen, die den Blick auf die "DNA der Erdgeschichte" schärften. Der Umweltminister redete dem "nachhaltigen Naturtourismus" das Wort, dem in Bayern die Zukunft gehöre.Dem Geopark Bayern-Böhmen komme eine enorme kulturelle, wirtschaftliche und grenzüberschreitende Bedeutung zu.

Einmaliges Ökoreiseziel

"Die landschaftliche Schönheit und der Naturreichtum machen Bayern zu einem einzigartigen Ökoreiseziel, das möglichst vielen Menschen zugänglich sein soll", sagte Söder. Ein Nationaler Geopark sei ein Gütesiegel, das eine Region zur Topadresse für naturbewusste Urlauber mache. Professor Dr. Rolf Emmermann, Präsident der "GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung" und ehemaliger Leiter der Kontinentalen Tiefbohrung in Windischeschenbach, mahnte, dass die Zertifizierung nur ein Gütesiegel auf Zeit sei. In fünf Jahren müsse sich der Landrat wieder einer Prüfung stellen, die er im Oktober mit Bravour bestanden habe. Emmermann warb leidenschaftlich für das Projekt Geopark, das Einblicke in die Funktionsweise unseres Planeten gewähre.

Weitere Informationen im Internet:

http://www.geopark-bayern.de
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