Zu dunkel für Sonnenlicht

Der Umgang mit Flüchtlingen spielte eine zentrale Rolle in den Weihnachtsansprachen aller Fraktionssprecher im Stadtrat. Außerdem kam die enge Verzahnung mit der Stadt Weiden zur Sprache.

"Krieg, Leid und Tod sind auch wieder vor unserer Haustür", sagte Joe Arnold im Namen der CSU. Er bezeichnete Weihnachten auch als Aufgabe für den Stadtrat und alle Neustädter, um sich zu fragen, wie man sich gegenüber Flüchtlingen verhalte.

Ein Lob für alle ehrenamtlichen Helfer, die sich um Menschen kümmern, die auf der Flucht hier um Hilfe anklopfen, sprach Achim Neupert (SPD) aus. Gerhard Steiner (Freie Wähler) nannte es eine "Neuauflage der Herbergssuche, die wir derzeit erleben".

Mit Blick auf Weiden und die dortige schwierige Finanzlage verbiete sich jede Häme und jedes Grinsen, betonte Neupert. "Die Regionalbibliothek, die Arbeitsplätze und die Thermenwelt sind wichtige Standortfaktoren auch für unsere Stadt", warb er für ein breiteres Miteinander in der Region. "Wir dürfen nicht so tun, als ob uns das nichts anginge."

Parkplatz erhellen

Zuvor hatte Bürgermeister Rupert Troppmann das Gremium noch darüber informiert, dass eine zusätzliche Beleuchtung des Parkplatzes in der Fröschaustraße am Hohlweg in Auftrag gegeben worden sei.

Zurückgestellt wurde ein Antrag von Thomas Hauer (CSU). Er wollte in dem dunklen Weg zwischen Hopfengärtl und Freizeitanlage mit Solarleuchten für Helligkeit für Spaziergängern und Gassigeher sorgen. Die Leuchten habe man zwar besichtigt, sagte Troppmann, doch um zu funktionieren benötigen sie Sonneneinstrahlung. "Gerade die fehlt hier wegen des dichten Blätterdachs." Die Verwaltung werde andere Lösungen suchen, kündigte der Rathauschef an.

Bahn hat das Sagen

Ein kräftiges "Nein" vom Bürgermeister erntete Hermann Schmid auf seine Anregung, am ausgeholzten Ranger entlang der Bahnstrecke zwischen Siechenbach und Adolph-Kolping-Straße Büsche zu pflanzen. Der Grund und auch der Weg gehören der Deutschen Bahn. "Es läuft alles über die Bahn", sagte Troppmann. Damit war auch für Schmid klar, dass hier die Entscheidungshoheit des Stadtrates endete.

"Ich bin froh, dass wir für den Weg nicht zuständig sind", erläuterte der Rathauschef. Doch es funktioniere, so wie es sei. "Wir mähen ab und zu, und die Leute können dort ihren Hund ausführen."

Keine Chance

Ein einstimmiges Nein gab es auch für den schon wiederholt behandelten Antrag der "IF Play und Fun GmbH" zur Nutzungsänderung eines Bistros in ein Cafe und Spielhalle in der Tirschenreuther Straße 5.
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