Zum Auftakt Schnupftabak

Erich Stöhr stellt für die Schauvitrinen im Rathaus besondere Schnupftabakdosen zur Verfügung. Museumsleiterin Ursel Wiechert freut sich über die schönen Leihgaben. Bild: krb

Das Gewölbe im Erdgeschoss des Rathauses dient in Zukunft auch als Ausstellungsraum. Drei Vitrinen stehen hier für verschiedenste Objekte zur Verfügung. Den Anfang macht der Glaskünstler Erich Stöhr.

Bürgermeister Rupert Troppmann findet die Idee mit den wechselnden Ausstellungen ausgezeichnet: "Jeder, der etwas Sehenswertes zu Hause hat, kann sich an unsere Museumschefin Ursel Wiechert wenden, die dann die Organisation übernimmt."

Für die kommenden vier Monate sind nun Schnupftabakdosen zu sehen. Schnupftabak hat eine jahrhundertealte Geschichte und hatte im 18. Jahrhundert allen anderen Genüssen wie Kaffee, Rauchen oder Alkohol den Rang abgelaufen. Der wohl bekannteste Tabak-Schnupfer war Preußenkönig Friedrich der Große, dem seine mit Juwelen besetzte Dose bei der Schlacht bei Kunersdorf gar das Leben gerettet hat.

Stöhr hat viele besondere Behältnisse zusammengetragen. Der ehemalige Glasschleifer, Graveur, Glasmacher sowie für die Marketing- und Imagepflege zuständige Mitarbeiter der Firma Nachtmann kam weit in der Welt herum. So hat er Dosen aus den verschiedensten Materialien wie Glas, Porzellan, Horn, Keramik und Holz bemalt, beschliffen und gesammelt und nun für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Zusammen mit Museumsleiterin Wiechert wurden die Dosen nun in einer Vitrine zusammengestellt, die während der Öffnungszeiten des Rathauses bewundert werden können.
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