Zwei Ensembles und eine Solistin begeistern mit Zitherclub in der Stadthalle
Saitenklänge bester Güte

Ein Konzert von höchstem Niveau präsentierte der Zitherclub in der Stadthalle. Die Mischung stimmte. Neben den Lokalmatadoren waren das Zupf-Ensemble Bayreuth, die "Halbi-Achde-Muse" aus Landshut und Zither-Virtuosin Christl Halbinger dabei. Vorsitzende und Dirigentin Regina Schmid hatte ein bunt gemixtes Programm zusammengestellt. Charmant und mit interessanten Infos führte Karin Rückerl durch das Programm.

Mit dem "Über d' Alma" aus der BR-Sendung "Unter unserem Himmel" eröffnete der Zitherclub die Veranstaltung. Im höfischen Stil brachte das Orchester die "Aufzugsmusik" aus dem Notenbuch von Alois Sterzl. Beschwingt spielte sie den "Maxglaner Zigeunermarsch" und einen Boarischen von Georg von Kaufmann, bearbeitet von Christl Halbinger.

Sogar an den Ragtime "The Sycamore", auf Deutsch Bergahorn, von Scott Joplin wagte sich die souveräne Truppe. Ebenfalls in einer Bearbeitung von Halbinger servierten die Interpreten die "Petersburger Schlittenfahrt". Ein interessanten Potpourri hatte Arrangeurin Halbinger mit der finnischen Weise "Sommerwind", dem "Hornpipe" aus England und "Scotland the Brave" zusammengestellt. Mal hörte man melancholische, dann beschwingte Töne. Waltraud Näger fügte sich mit ihrer Sopranblockflöte dezent ein. Hingebungsvoll musizierte das Orchester beim Landler "Am Bacherl".

Mit dem schmissigen "Grüaß enk Gott" sowie den Volksliedern "Mir geh'n ma zum Hausieren", Heit kemma d' Musikanten zamm", "Ich frei mi scho, wenn's Sommer wird" erfreute die Gesangsgruppe "Halbi-Achde" aus Landshut. Bei dem Titel "Weil's nacha Zeit is" hatte das Terzett mit Christine Franz, Franz Halbinger und Elisabeth Plötz sogar einen Jodler integriert. Gefühlvoll wurde der Vortrag von Christl Halbinger an der Zither untermalt.

Die Landshuterin ist eine wahre Virtuosin und leitete beim Zitherclub schon mehrere Seminare. Mit träumerisch verwobenen Melodiebögen kredenzte die Solistin die Konzertfantasie "Ein Morgen am Traunsee". Die gesamte Bandbreite des Instrumentes nutzte sie bei "Zitherklänge".

Dynamische Zupfer

Töne in Perfektion servierte das Zupf-Ensemble Bayreuth unter der bewährten Leitung von Günter Münch. Die je fünf Mandolinen und Gitarren brachten die Sonate von Valentin Roeser mit den Sätzen Andantino, Adagio und Presto. Ohrengefällig war der Tango von Isaac Albéniz. Das Gitarrenduo mit Hans Nerlich und Günter Münch hatte den südländischen Titel "Terpsichore" von José Ferrer dynamisch sehr gut herausgearbeitet.

Altistin Anette Dietrich-Lachance sang mit ausgeprägte Stimme "Come again" und "Awake sweet Love", begleitet von Dr. Reinhild Mehling auf der Altblockflöte und Nerlich auf der klassischen Gitarre. Die Kompositionen waren herzergreifend.

Mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Ein schöner Tag ward uns beschert" nach der Melodie des irischen Volksliedes "Amazing Grace" klang der Konzertnachmittag aus.
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