50 Jahre saubere Arbeit
Lothar Leibl nun Ehrenvorsitzender des Abwasserzweckverbands

Gleich drei Bürgermeister würdigten die Verdienste von Lothar Leibl (Zweiter von rechts) mit einer Urkunde und einem Ehrentitel. Bild: sm

Der Abwasserzweckverband Altenstadt-Neustadt-Störnstein hat nun einen Ehrengeschäftsführer. Der hat sich diesen Titel dadurch verdient, dass er den Verband zuvor rund 50 Jahre geleitet hat.

"Seine Leistung ist nicht alltäglich", lobte Verbandsvorsitzender Rupert Troppmann Lothar Leibls Verdienste. "Er war von Anfang an dabei, den Verband und die Kläranlage zu planen, zu bauen, zu sanieren, zu renovieren und zu betreiben."

Leibl habe mit etlichen Ingenieurbüros, Fachplanern, Fachfirmen und Bürgermeistern zusammengearbeitet, Haushaltspläne erstellt und Sitzungen vorbereitet. "Lothar Leibl war Herz, Motor und das Hirn des Abwasserzweckverbandes. Er war aber auch die Integrationsfigur für alle beteiligten Gemeinden", unterstrich Troppmann. Nahezu 14,2 Millionen Euro wurden in Leibls Ägide in die Kläranlage investiert. Es sei wahrscheinlich einmalig in der ganzen Region, jemand zum Ehrengeschäftsführer zu ernennen. Dies sei zwar ein Titel ohne Mittel, er beinhalte aber das Recht, an den Nachsitzungen des Verbandes teilzunehmen. Ehefrau Angela Leibl bekam Blumen. Leibl sagte zu, an den Nachsitzungen teilzunehmen. Leibl sprach von einer "zukunftsweisenden Entscheidung", als Neustadt und Altenstadt vor 50 Jahren eine gemeinsame Kläranlage bauten. Er dankte für die hervorragende Zusammenarbeit. Besonders hob er den Gewässerschutzbeauftragten Hermann Seitz hervor. Seinem Nachfolger Peter Forster wünschte er viel Erfolg.

Gut gewartetGewässerschutzbeauftragter Hermann Seitz lobte den hervorragenden Zustand des Verbandsklärwerkes. Alle Investitionen hätten sich gelohnt. Dies gelte seit dem Bau vor rund 50 Jahren. Das sei auch Verdienst der Klärwärter. "Unsere Kläranlage befindet sich auf dem neuesten Stand", sagte Seitz. Sie sei mit modernster Technik und Digitalisierung ausgerüstet, die Abwasserwerte seien hervorragend. "Eigentlich haben wir seit Bestehen der Einrichtung schon drei Kläranlagen gebaut, wenn man die getätigten Investitionen genauer betrachtet", erklärte der Gewässerschutzbeauftragte.

Als "gute Investition" bezeichnete er den Einbau eines Blockheizkraftwerks sowie die Produktion und Nutzung von Eigenstrom. Für die Zukunft schlug Seitz unter anderem vor, den bestehenden Kataster zu erweitern, Fremdwasser und Grundstücksentwässerungsanlagen zu prüfen und Sanierungen zu erledigen. Schließlich gab er noch bekannt, dass er zum Jahresende sein Amt aufgeben werde.
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