Abwaserrohre in Grundschulturnhalle verstopft
Nasser Keller hausgemacht

Die Turnhalle der Grundschule steht auf keiner Quelle. Die Nässe im Keller ist hausgemacht und kommt der Stadt teuer zu stehen.

Von Mehrkosten in Höhe von 300 000 Euro gegenüber den Planungen geht Bürgermeister Rupert Troppmann für die Sanierung der Grundschulturnhalle wegen der undichten Abwasserkanäle aus. Weitere 15 000 Euro sind der guten Auftragslage im Handwerk geschuldet.

Bei der Sanierung der Duschen und Umkleiden wurde festgestellt, dass die Kanäle unbrauchbar sind. Kamerabilder zeigen, dass die Rohre verstopft sind. Statt in Richtung Kläranlage zu fließen, sickerte das Wasser ins Erdreich und in die Bodenplatte.

Als sinnvollste Möglichkeit, dem Problem Herr zu werden, empfahl das Parksteiner Ingenieurbüro Schiffmann, die Leitungen auszutauschen. Problem: Sie liegen 90 Zentimeter unter der Fußbodensohle. Pläne über den genauen Verlauf gibt es nicht. "Wir müssen den Boden durchschneiden und durchstemmen und anschließend neue Abwasserrohre verlegen", berichtete Troppmann dem Stadtrat.

Die nächste Hiobsbotschaft: "Die Entwässerung des Turnhallendaches ist ebenfalls nicht dicht." Gestenreich zeigte der Rathauschef, dass die Fallrohre beim Bau falsch zusammengebaut wurden. Die Stücke seien verkehrt herum montiert worden, so dass das Wasser bei jedem Regen an den Anschlusstücken austrat. Bemerkt habe man das bisher nicht, weil die Leitungen eingemauert worden seien. Nun sei auch geklärt, woher die Feuchtigkeit an der Fassade stamme.

"Wir werden uns um Zuschüsse bemühen", versprach Troppmann. In finanzielle Bedrängnis kommt die Stadt aber nicht. Bezahlt werde aus den Rücklagen.

Zwar 15 000 Euro teurer als ursprünglich geschätzt - aber doch billiger als nach der ersten Ausschreibung befürchtet - sind die Kosten für die Elektroinstallation in der Turnhalle. Für 57 831,87 Euro bekommt die Firma ETS aus Schnaittenbach den Auftrag.

Andere Vergaben betrafen den Lastenaufzug an der Stadthalle (wir berichteten). Mit seiner Hilfe wird das Stuhllager künftig in ungenutzte Kellerräume verlegt und im Foyerbereich mehr Platz geschaffen. Sechs Angebote lagen für die Erd- und Betonarbeiten vor. Günstigster Bieter ist die Firma Liedl aus Kaltenbrunn, die das Gewerk um 19 413 Euro anbot.

Die Angebote für den eigentlichen Einbau bewegen sich zwischen 38 000 und 40 000 Euro. Allerdings sind sie noch nicht abschließend geprüft. Der Rathauschef möchte, dass die Maßnahmen möglichst noch vor der BR-Radltour beendet werden. Der Radlertross macht am 31. Juli Station in Neustadt. "Da können wir keine Baustelle an der Stadthalle brauchen", so Troppmann.

Der Stadtrat ermächtigte deshalb die Verwaltung, den Auftrag schnellstmöglich zu vergeben, wenn der Vergabevorschlag auf dem Tisch liegt. "Wenn der Aufzug nicht bis Ende Juli fertig wird, starten wir die Bauarbeiten im August", schränkte der Bürgermeister ein. Dann erfolge die Vergabe im Stadtrat.
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