Anregung der SPD fürs "Fifty-Fifty-Taxi"
Auch im Landkreis-Osten Gas geben

Waldthurn. Das "Fifty-Fifty-Taxi" wird zum Dauer(b)renner: Auch im zwölften Jahr sei der Zuspruch groß, berichtete Martin Neumann, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, der SPD-Kreistagsfraktion. "Im Osten des Landkreises könnte dieses Angebot besser beworben werden", meinte jedoch stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger. Reiner Gäbl empfahl, die kleinen Mietautounternehmen in dem Bereich für eine Beteiligung zu gewinnen. Neumann zeigte sich dafür offen.

Die Arbeit des Kreisjugendrings nahm auch sonst großen Raum ein bei den Genossen, die sich als Tagungsort das neue Gesundheitszentrum in Waldthurn erwählt hatten. Betreiber Stefan Hammerl erläuterte den Gästen die Räumlichkeiten und die Organisation seines ambulanten Pflegedienstes, bevor Neumann die Fraktionsmitglieder das Jahresprogramm des Jugendrings mit vielen Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Betreuer informierte. Sein Bericht spannte den Bogen von "Need No Speed" bis hin zum Jugendzeltlager Neukirchen.

"Natürlich war das Jugendtagungshaus der Stützelvilla ein Schwerpunkt in der Arbeit des Kreisjugendrings", betonte der Geschäftsführer. Mit der Kündigung der Betriebsträgervereinbarung gebe es nun eine Neuausrichtung. Diese betreffe sowohl die Personalstellen als auch die Jugendarbeit mit der Aufnahme des geförderten Programms "Partnerschaft für Demokratie". Dieses biete große Möglichkeiten, die von Vereinen und Verbänden genutzt werden sollten. Mit dem Aufbau einer Taschengeld- und Materialbörse würden ebenfalls neue Wege beschritten.

Fast alle Kommunen des Landkreises unterstützten inzwischen das "Fifty-Fifty-Taxi", sagte Neumann. Dennoch sei die gesponserte Taxi-Benützung auf weitere Spenden angewiesen. Im letzten Jahr seien Gutscheine für über 32 000 Euro an Jugendliche ausgegeben worden.

EnttäuschtIn der Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion zeigte sich Dr. Karl-Heinz Preißer enttäuscht über die Beratungen des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Ost-/Westangelegenheiten. Die bloße Kenntnisnahme von jederzeit einseh- und nachlesbaren Zahlen ist ihm zu wenig. Der Ausschuss müsse aktiver werden, insbesondere hinsichtlich der Wirtschaft. "Nur durch Verbesserung der Industrie- und Gewerbestruktur lassen sich Abwanderungen von qualifizierten jungen Leuten stoppen." Synergieeffekte mit den Tourismusaktivitäten seien zu kreieren. Mit dem Ausspruch "Gestalten und nicht nur verwalten" fasste der Luher Kreisrat seine Forderungen zusammen. (gt)
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