Aufzug aus der Enge
Stadthallenfoyer bald großzügiger

Der skeptische Blick von Zacharias Rebl und Alois Zehrer (vorne, von rechts) täuscht. Sie waren höchst angetan, als ihnen Bürgermeister Rupert Troppmann (links) erklärte, dass die alte Garderobe im Stadthallen-Foyer verschwindet. Bild: phs

Schon bald nach dem Bau der Stadthalle war niemand mehr so recht glücklich mit dem engen Foyer. Ein Anbau war zu teuer. Doch nun zeichnet sich eine praktikable und günstige Lösung ab.

Vor etwa zwei Jahren erschraken die Stadträte, als ihnen Architekt Georg Binner eröffnet hatte, dass eine Erweiterung des Vorraums etwa eine halbe Million Euro verschlingen würde. Damit war das Thema schnell erledigt.

Doch vielleicht schon am Samstag, wenn "Drei Männer nur mit Gitarre", die Bühne entern, könnte sich das Foyer mit einem offeneren Gesicht präsentieren. Das Gedränge zwischen Ausschank auf der einen und Garderobe auf der anderen Seite, soll bald ein Ende haben.

Davon überzeugte sich der Bauausschuss beim Ortstermin am Dienstagnachmittag. Der Clou ist ein Lastenaufzug, den die Stadt auf der Seite der jetzigen Garderobe eingebaut hat. Er transportiert Tische, Stühle, Pulte und Technik für Veranstaltungen in den Keller.

Dadurch wird der Ausschank, der in der veranstaltungsfreien Zahl als Stuhllager diente, frei. Dort soll die neue Garderobe hin. Im vorderen Bereich dieses Schankraums bleibt die Theke. Während eines Konzerts oder eines Kabaretts kommt sich dabei niemand in die Quere. Peter Sillers Gastro-Team schenkt aus und ist wieder weg, sobald Besucher nach der Vorstellung zu ihren Mänteln eilen.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Foyers entsteht somit freier Platz für den Plausch beim Pausensekt, weil die jetzige Mantel - und Jackenablage dort komplett verschwindet. "Wir gewinnen dadurch über 130 Quadratmeter zum Viertel des Preises für einen Anbau", erklärte Bürgermeister Rupert Troppmann. Alles in allem sei die Stadt mit rund 140 000 Euro dabei. Die Bauausschussmitglieder hörten es gerne und wollten am liebsten gar nicht mehr raus aus dem Lastenaufzug, der diese Lösung möglich macht. Architekt Binner bremste ihre Begeisterung: "Da dürfen absolut keine Menschen mitfahren, und nur eingewiesenes Personal darf den Knopf bedienen."
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