Bauausschuss beschließt Maßnahmenbündel zur Reduzierung der Geschwindigkeit
Drei Taferln für Gemächlichkeit

Einige Zone-30-Schilder wie hier in der Georgstraße am Bahnhaltepunkt stehen bereits. Um das ganze Gebiet am Felixberg als verkehrsberuhigt auszuweisen, fehlen nur noch drei Taferln. Bild: Schönberger

Zwei entweder lachende oder traurige Smileys sollen in der Stadt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Doch nicht nur damit sollen zu schnelle Fahrer ausgebremst werden.

Die Siebenbürgerstraße ist nur eine Strecke, in der Bürger zu hohe Geschwindigkeiten kritisieren. In diesem Fall war das Thema in der Bürgerversammlung zur Sprache gekommen. Jetzt, im Bauausschuss, stellte Bürgermeister Rupert Troppmann eine bauliche Lösung durch Fahrbahnschweller vor, die er zwar anpries, aber sogleich auch wieder zurückstellte.

Mobile Geräte


Das Gremium folgte dann auch seinem Vorschlag, zunächst zwei Geschwindigkeitsmesser mit LED-Anzeige zum Preis von 3918 Euro zu kaufen. "Wir wollen transportable Geräte, die anonym Uhrzeit, Fahrzeugart und Geschwindigkeit aufzeichnen." Die Geräte seien von der Verwaltung leicht auszulesen, und mit den Daten als Basis könne man mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

Fährt jemand zu schnell, erscheint ein rot blinkender und traurig blickender Smiley. Passt die Geschwindigkeit, dann lacht die Anzeige. "Wir wollen schauen, ob das erzieherisch bei den Autofahrern wirkt", fasste Heribert Schubert die Meinung des Gremiums zusammen. Sollte dieser Versuch nicht fruchten, ermächtigte das Gremium die Verwaltung, Fahrbahnschweller für die Siebenbürgerstraße anzuschaffen.

Martin Filchners Idee, so auch rund um die Schulen den Verkehr auszubremsen, fand keine Zustimmung. Für Busse und vor allem Gelenkbusse sind diese künstlichen Hindernisse ein Problem. Der Winterdienst dagegen hat mit den abbaubaren Teilen keine Schwierigkeiten, wenn sie der Bauhof rechtzeitig im Herbst wegschafft.

Im Bereich des Felixberges soll aber trotzdem durch die Ausweisung eines zusammenhängendes Tempo-30-Gebietes etwas geschehen. "Da bräuchte es drei Taferln, und das wäre es dann", rechnete der Rathauschef den geringen Aufwand für die Verordnung der Langsamkeit vor. Einige Schilder stehen dort schon, so dass nur noch drei weitere nötig sind. Troppmann: "Die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 20 oder 40 Stundenkilometer können wir dann dort abschrauben."

Felixberg komplett


Das Areal erstreckt sich über sämtliche Ortsstraßen im Bereich des Felixberges von der Johann-Dietl-Straße über die Bräuhaus- und Bild- bis zur Georgstraße. Die ganze Stadt als Tempo-30-Zone auszuweisen, wie es in der Diskussion zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) zur Sprache kam, sei wegen der Bundesstraße nicht möglich.

TaxiVor der "Neistedter Stubn" richtet die Stadt einen Taxistellplatz ein. Die ausschließliche Nutzung für Mietautos ist beschränkt auf die Zeit von 22 bis 6 Uhr. Damit entsprach der Bauausschuss einem Antrag von Ingrid Prengers Firma Transmobil. (ui)
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